TA-Institutionen UND - Programme


Übersicht:

Enquête-Kommission Informationsgesellschaft eingesetzt

STT Netherlands

TA in Eastern European Countries

Forum für Wissenschaft und Technik in Göttingen

AKTAB in Nordrhein Westfalen

Technikfolgenforschung in Sachsen

TA-Aktivitäten an der TU Clausthal

Akademie Gesellschaft und Wissenschaft, Goslar

Europäische TA-Akademie gegründet


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Enquete-Kommission "Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft - Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" auf den Weg gebracht

von Knud Böhle, ITAS

In den TA-Datenbank-Nachrichten vom August 1995 (Nr. 3, S. 19-24 bzw. http:// wwwtab-beim-bundestag.de/deu/TADN/TADN895/schwer6.html) stellte Gerhard Vowe unter dem Titel "Der Bundestag als kommunikationspolitischer Akteur? Eine neue Medien-Enquete steht ins Hohe Haus" Vorüberlegungen zu der angebahnten Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages an. Inzwischen, am 7. Dezember des vergangenen Jahres, wurde die Enquete-Kommission "Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft - Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" eingesetzt. Der Ausschuß für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung hatte den Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie den Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und F.D.P. zu einer Beschlußempfehlung (Bundestagsdrucksache 13/3219 vom 5.12.95) zusammengefaßt und diese Vorlage wurde "mit den Stimmen des ganzen Hauses bei Enthaltung der Gruppe der PDS", wie es im Sitzungsprotokoll heißt, angenommen.

Die Enquete-Kommission soll die politischen Konsequenzen, die sich aus dem Einsatz der neuen Informationstechnologien ergeben, darstellen, den staatlichen Handlungsbedarf benennen und parlamentarische Initiativen vorschlagen. Es wird betont, daß die Kommission ihre Arbeit als "unabhängig von und zusätzlich zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren" (13/3119, S. 5) anlegen soll.
Untersucht werden sollen insbesondere vier Schwerpunkte:

1. Technologie und Infrastruktur

2. Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Umwelt,
Verkehr

3. Bildung und Ausbildung

4. Gesellschaft: Kultur, Demokratie,
Meinungsvielfalt.

Unter diesen Überschriften werden fast alle in dem Zusammenhang einschlägigen Themen angesprochen: von der internationalen Arbeitsteilung über die Pilotprojekte bis zu Technikgestaltung, Umweltbelastungen und Zugriffsmöglichkeiten.

In der Beschlußempfehlung wird übrigens ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Kommission auf vorliegenden Arbeiten aufzubauen und vorliegende Studien zu berücksichtigen hat, namentlich die Ergebnisse des Technologierats der Bundesregierung (http:// www.kp.dlr.de/BMBF/rat/feststellungen/initiative/index.html), den Bericht der Bundesregierung "Info 2000: Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" (http://www.kp.dlr. de/BMWi/gip/programme/info2000/index.html) und den Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) "Multimedia - Mythen, Chancen und Herausforderungen (Abstract, Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassung liegen auf unserem WWW-Server http://wwwtab-beim-bundestag.de/ deu/TAB/PROJEKTE/AB33-ZUS.html).

Nicht alle Aspekte des umfangreichen Auftrags werden gleichgewichtig abgearbeitet werden können. Deshalb ist es vielleicht interessant, welche Akzente der Vorsitzende der Enquete-Kommission, Siegmar Mosdorf, setzt (FR Nr. 32, 7.2.1996, S. 9).

Das fängt bei der Arbeitsweise der Enquete-Kommission an: "Wir haben uns entschieden", so Mosdorf, "nicht zwei Jahre lang inkognito zu tagen und anschließend ein Buch vorzulegen, das im Regal landet. Wir wollen im März unsere Agenda festlegen und dann abschnittsweise Themen beraten und den Fachausschüssen und dem Parlament Gestaltungsvorschläge unterbreiten". Mosdorf sieht dringenden Handlungsbedarf beim Urheber- und Medienrecht und den verschiedenen Schutzrechten, den Rundfunkbegriff will er möglichst schnell neu definieren und Medienkonzentration, Medienkompetenz und Grundversorgung sind ihm wichtige Anliegen. Mosdorf schwebt eine für Fragen der Medienkonzentration zuständige Einrichtung vor, eine konföderale Medienagentur, die möglicherweise dem Modell des Regulierungsrates im Telekommunikationsbereich nicht unähnlich ausfallen könnte. Medienkompetenz nennt Mosdorf in einem Atemzug mit Grundversorgung. Um beide Ziele zu erreichen, hält er es für dringend geboten, daß "spätestens im Jahr 2000 alle Schulen, und Hochschulen, Jugendhäuser, Bibliotheken und Museen einen Zugang zu den Computernetzen haben".

Am 31.1.1996 trat die Enquete-Kommission zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Der Kommission gehören elf Parlamentarier und ebenso viele Sachverständige an. Die Gruppe der PDS bringt zusätzlich ein Mitglied des Bundestages und einen Sachverständigen ein, die aber beide nicht stimmberechtigt sind. Stellen für das fünfköpfige wissenschaftliche Sekretariat der Kommission wurden inzwischen ausgeschrieben. Die Zusammensetzung der Enquete-Kommission zeigt die Tabelle auf dieser Seite, wobei der von der PDS zu nominierende Sachverständige noch aussteht.

Auf die Arbeit der Kommission darf man in jedem Fall gespannt sein - nicht nur wegen der erwarteten konkreten Vorschläge, sondern auch bezüglich der Einlösung der anspruchsvollen Vorgaben für die Darstellung der Ergebnisse, zu denen das Vorlegen "alternativer Szenarien" (13/3219, S.7) und die Anforderung gehört, daß der Bericht der Kommission "aus sich heraus verständlich zu sein hat und vorgeschlagene Empfehlungen nachvollziehbar begründet sein müssen" (13/3219, S. 7).


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Object and Methods of the Netherlands Study Centre for Technology Trends (STT)

by Erik van de Linde

The Netherlands Study Centre for Technology Trends (STT) was founded in 1968 by the Royal Netherlands Institute of Engineers. STT initiates, conducts and supports studies on technological developments in the context of society. The results of the studies are generally published in Dutch, in the form of books, papers etc. English summaries are available. Each study is completed with a large-scale symposium. In addition to these tangible results, the intangible result of the study process itself contributes to the harmonic development of society.

STT is a non-profit organisation. It is financially supported by annual contributions of industry, government and the founder.

The Board of STT consists of up to eighteen members, chosen from, but not formally representing the supporting industry and government, as well as from academic institutions. There is a staff of eight to ten employees, consisting of a managing director, several project leaders and supporting technical and secretarial staff.

The Board plays an important role with respect to the selection of topics, as well as with respect to accessing the knowledge base of the Dutch speaking community and beyond. The selection process focusses on technological opportunities and the needs of society. Other criteria relate to the policy requirements of industry and government.

The project leaders are academic engineers or technical scientists in their early thirties with industrial experience. They are contracted for the duration of one or two major studies. One study takes about two years. A project leader is responsible for the formation of a tight ad hoc network of some 40-60 experts, divided into one steering group and several working groups. Together, these experts define the limits and scope of the study, perform the necessary research and write the papers on which the paragraphs and chapters of the book are based. The project leader is chief-editor of the book. The stimulating and inspiring exchange of knowledge and experience during this process is an important mechanism in the optimal diffusion of study results.

In the course of over twenty-five years since the foundation of STT, much has changed in thinking about the links between technology, economy and society. In the sixties it looked as if the opportunities for technology development were endless. This made futurology popular and offered a grateful audience to STT. In the seventies people became increasingly aware that technological developments may also have disadvantages and that certain limits needed to be observed. 'Technology assessment' raised the question of making choices. With the reduction of economic growth in the eighties, technological innovations stagnated and numerous schemes were devised to stimulate development. In recent years STT has concentrated its studies mainly on the possible applications and the difficulties of introducing new technologies - partly because most analyses and exploratory studies in the past paid relatively scant attention to application and introduction, and partly because the STT approach lends itself well to the study of such matters.

In other words, STT is not just concerned with creating a vision of the future, but also with smoothing the path ahead. The goal of STT projects is not so much to publish books, but rather to stimulate technological innovation in society. The completion of a project should be the start of that process. Thus, a project of STT has failed if the indicated technological opportunities to improve society remain unexploited.

Since its start, STT has published the results of 56 studies. These can be clustered into roughly 20 categories, most importantly energy, environment, automation, materials and transportation. Most recently, the following publications became available:

_ Water: supply, use and purification (1995)

_ Microsystem technology: exploring opportunities (in English) (1994)

_ Clean opportunities, visions on entrepreneurship and environmental management (1994)

_ Short-haul freight (1994)

_ Electricity in perspective; energy and environment in industry (1992)

_ Complexity: man, technology, information and organization (1992).

Upcoming titles are:

_ Digital tools for vocational education and training (1996)

_ Health, work and technology (1996)

_ Materials in the construction industry (1997).

In the fall of 1995 both the chairman of the Board as well as the managing director retired. Also, several Board members were replaced. Under new leadership, STT carries on the tradition with a strong vision of its future.

More specific information can be obtained at our home page: http://www.bart.nl/_stt

For further information, please contact

STT Netherlands Study Centre
for Technology Trends
Prinsessegracht 23
P.O. Box 30424
2500 GK The Hague
The Netherlands
Tel.: + 31 70 3919900
Fax: + 31 70 3616185
E-mail: stt@bart.nl


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TA in Eastern European Countries: a survey of developments in the Czech Republic, Hungary and Poland

Preface

The following articles on TA institutionalization initiatives in the Czech Republic, Hungary, and Poland were first published in the EPTA Newsletter, Issue 11, Nov. 1995. They are reprinted here with the kind permission of the authors. No major new developments have occurred since then. We were, however, informed that the Prague Institute for Advanced Studies (PIAS, see below) has recently obtained support of the Parliamentary Institute, a general advisory body of the Czech Parliament, for its request to the Chairman of the Parliamentary Assembly, to recommend PIAS for membership in EPTA, the European Parliamentary Technology Assessment network.

In this context it should be mentioned that the European Commission has for some time already undertaken special efforts to further research and cooperation with the former Eastern Block countries also in the field of technology assessment and related activities. STOA, the Scientific and Technological Options Assessment unit of the Commission, has carried out several projects in collaboration with research institutions from these countries, so far primarily on environmental issues, energy, esp. nuclear energy, technology transfer and innovation .

These introductory articles on the process of institutionalizing technology assessment in Eastern Europe will be followed, in irregular sequence, by articles from research institutions in the individual countries which have already a focus on TA and/or related activities and their research projects.

(Ingrid von Berg, ITAS)


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The Current State of Science and Technology Options Assessment in the Czech Republic

by Peter A. Pechan

Technology Assessment, science options assessment, environmental impact assessment, and related activities are rather new in the Czech Republic as a practical, public matter. Historically, in the planned economy period, science and technology had high priority but decreasing efficiency and capability. Any assessment was a part of the official plan, and thus unnecessary as an additional activity. In reality, little attention was paid to the unwanted effects of often massive introduction of technologies, with the resulting environmental, health, and social dislocations. The science and technology sector suffered a serious loss of credibility and trust among ordinary citizens. There is a corresponding increase in the support of pseudo-science.

Several educational and research teams began to address TA and related matters in the 1980's. A small team gathered around Professor Tondl, who is internationally recognised for his work on the history and theory of science and on science policy issues, at the cabinet for the Study of Science, Technology and Society, Institute of Philosophy, Academy of Science, Czech Republic. The research team, the only one in the country, works on STSS (Science, Technology and Society Studies) projects, utilising TA methodology. A sound theoretical basis for understanding of the science and technology processes in modern society, and especially in transforming societies of Central and Eastern Europe (CEE), is important to the team. The research should help society and its leaders to understand the role of science and innovation in the transformation process. Team members participated in the development and teaching of postgraduate TA courses at the Czech Technical University, based on a Tempus project grant.

A second group interested in TA began working at the Czech Technical University, basing its approach on the use of models suited for deductive projecting and analysis. TA studies, centering on the impact of transportation and communication technologies were established following international cooperation under a Tempus project. Good links exist now with BETA in Strasbourg and the Technical University in Budapest, as well as to other Czech institutions and governmental bodies.

The third group is associated with the Inter-University Futures Studies Program. The program, administered by the University of Economics, Prague, concentrates on the social and economic assessment of impacts of new technological developments. Expert teams are prepared to evaluate various risks that might arise from the introduction of technologies and implementation of scientific knowledge. The teams can help in the process of generation of social and political acceptance of innovations and transfer of technologies.

The Prague Institute of Advanced Studies (PIAS) developed in the past four years some expertise in networking of international and national programs, projects and experts. PIAS thus came to be a natural hub for European integration activities in the sector of science, technology transfer, innovation and economy - knowledge domain interaction. PIAS accumulated a solid base of knowledge and understanding of science and technology and it functions as an international multi-network hub.

Leaders of the three TA groups in the country have agreed to create and manage a TA section within PIAS. PIAS is thus in a position to be able to meaningfully advise the Parliament of the Czech Republic on scientific and technological options assessment issues, to organise consensus conferences and to fully participate in the processes of informing and educating the public about science and technology progress. PIAS leadership now maintains frequent discussions with the Rapporteur for scientific and technological cooperation with CEE countries of the Council of Europe in the Czech Parliament as well as with other members of Parliament. An International Seminar on Cooperation in Science and Technology organized by PIAS on 27 - 28 November 1995 in Prague enabled members of Parliament, government officials, international experts and scientific and business community leaders to assess the new possibilities for synergies and European cooperation in the domains of economy and knowledge. The meeting might become a starting point for the creation of a new international centre of science, technology transfer and innovation named the 'Prague Science Park'.

In the Slovak Republic, there is currently no institutional basis for TA. Some individuals at universities might be developing expertise and several governmental institutes have close interests in TA.

The author gratefully acknowledges the assistance of Dr. P. Machleidt, Dr. P. Moos and Dr. F. Petr_asek.

For further information, please contact

Peter Pechan
The Prague Institute of Advanced Studies
U Michelsk_eho Iesa 366
140 00 Praha 4
Czech Republic
Tel.: ++ 42-2-4966 25
Fax: ++ 42-2-4724 750
E-mail: pias@earn.cuut.cz


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TA in Hungary: The National Committee for Technological Development (OMFB)

by Lajos Nyri

In the December 1994 issue, the TA-Datenbank-Nachrichten have already published an article on TA in Hungary by Tibor Laslo (reprinted in the EPTA newsletter). The contribution by Lajos Nyri describes the major events since then.

OMFB is a government agency with national authority - supervised by the Minister of Industry and Trade. The prime mission of OMFB is to develop and oversee - in cooperation with the ministries concerned - the implementation of a strategic view of the contribution of science and technology to Hungary's life. It is responsible for advising the government on technology development and innovation policy, for raising the nation's technological level, for providing assistance relating to the development of processes, products and services embodying highly advanced technologies.

The actual state of OMFB that is valid from December 1994, contains TA as a field of responsibility for OMFB. This is the first legal document in Hungary dealing with TA on the governmental level. Since there are several transition difficulties in our economy, the establishment of an advanced TA culture cannot be a rapid process, only the first steps are taken.

The first results in this field, which are mainly of a theoretical and conceptional nature, can be summarised shortly as follows:

1. Involving Hungarian and foreign experts, the international practice (goals, methods, etc.) of TA has been surveyed. The experiences have been published in a study entitled "Introduction to Technology Assessment" and was distributed to a wide circle of experts and decision makers (Members of parliament, government officials, teams).

2. In order to establish the knowledge base and culture of TA in Hungary, good cooperation with Germany in TA which is also included in the German-Hungarian bilateral science and technology programme, plays a significant role.

3. The new technology development policy program of the Hungarian Government was completed recently, in which the necessity of TA among other related fields (Technology Audit, Technology Foresight) is mentioned with strong emphasis. The government approval process of this document is underway now.

4. An international workshop was held on 10 - 14 October 1995 organised by NATO, IATAFI, OMFB and the Innovation Research Centre, Budapest, with the main topics of TA, technology transfer, forecasting and knowledge. The workshop gave a good opportunity to discuss the situation of these related topics in Central and Eastern Europe [for a report on the workshop see TA-Datenbank-Nachrichten, Nr. 4, 4.Jg., December 1995, S. 44 ff.].

Although at present the establishment of a Hungarian TA institution is not on the agenda, all national preparation activities in order to create the relevant knowledge base and implementation are coordinated by OMFB.

For further information, please contact

Lajos Nyri
OMFB
Szervita t_er 8
H-1052 Budapest
Hungary
Tel.: ++ 36-1-117 4084
Fax: ++ 36-1-266 0800
E-mail: H1727Nyi@ella.hu


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Research Organisation and Technology Assessment in Poland

by Cezary A. Ambrioziak

Poland is in the transition period from a centrally planned to a free market economy. The law concerning the institutions involved in research, development and technology transfer are also undergoing changes, but not enough has been done at the moment. The research and development potential in Poland is generally high and in many areas compatible to European Union countries. It is concentrated in three competing and at the same time cooperating groups: the universities, the industrial type research institutes supervised by the Ministries, e.g. Ministry of Industry, Ministry of Agriculture, Ministry of Health, and the research institutes of the Polish Academy of Sciences.

The universities and the industrial institutes are under new regulation introduced by the Parliament after 1989, which gives them much more freedom and independence in research policy, interaction with domestic and foreign economies and self government in their internal organisation. Unfortunately the institutes of the Polish Academy of Sciences are still under the law of a Parliamentary Act introduced as early as 1965.

The funding of research and development from the government budget is executed by the State Committee for Scientific Research (KBN) created in 1991. I have had the pleasure and privilege to be elected as Vice Chairman of KBN for the period 1991-1994.

There are several means of support for the research institutes, laboratories and individual scientists, such as statutory funds grants, investment funds, so-called targeted projects which are cosponsored by KBN and the industry, and so-called ordered projects which are ordered by the Ministries and financed by KBN.

Other funds distributed by KBN are devoted to the development of international scientific cooperation. The State Committee for Scientific Research is funding research in both state and private sectors. Joint ventures with the foreign capital registered in Poland are also eligible.

Unfortunately the funding possibilities of KBN are strictly limited to scientific research. There are no government funds which can be used to support the technology transfer from laboratories to manufacturing companies. An example of such stimulating regulation is the SBIR Act (Small Business Innovation Research) introduced a couple of years ago by the US Congress.

Unfortunately there is no single government or parliamentary body which is exclusively devoted to the problems of Technology Assessment, like the former Office of Technology Assessment in the United States or similar parliamentary offices present in several European countries. Closest to this role is the State Council for Scientific Research, although this is not reflected in its name. During my term at the KBN I became the cofounder and member of the Executive Committee of the International Association for Technology Assessment and Forecasting Institutions (IATAFI), which was created under the auspices of the UNESCO and is based in Bergen, Norway.

I predict that because Poland is more and more closely cooperating with the European Union and finally will become a full member, a formal Technology Assessment Office will be created. Let me give you one example of such cooperation: In 1996 KBN will organise in Poland, under the auspices of the United Nations Economic Commission for Europe, an International Conference on State Policy in Economics in Transition aimed at promoting innovation in industry.

I am sure that initiatives from the European Parliamentary Technology Assessment network toward Poland in this field would be very stimulating and helpful.

For further information, please contact

Prof. Cezary A. Ambroziak, Ph.D., Dr. Sc.
Director of the Institute of
Electron Technology
Former Member of the Presidential
Scientific Council
al.Lotnik_ow 32/46
02-668 Warsaw, Poland
Tel.: ++ 48-22-43 5401
Fax: ++ 48-22-47 0631


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Das Forum für Wissenschaft und Technik in Göttingen nimmt seine Arbeit auf

von Martin Socher

Das Ziel des Forums - weit gefaßt und gemeinnützig

Deutschland steht gegenwärtig vor einer Reihe von Aufgaben, deren nachhaltige Lösung über seine Zukunft als Standort mit hoher Lebens- und Umweltqualität, Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit entscheiden wird. Es ist schon Allgemeingut in der Diskussion, daß Wissenschaft und Technik einen wesentlichen Beitrag zur Standortsicherung erbringen. Dabei wird davon ausgegangen, daß die Bedeutung dieses Standortfaktors zunehmen wird. Die Vermittlung von Wissen und die Auseinandersetzung über die Ergebnisse von Forschungs- und Entwicklungsprozessen kann somit auch als ein grundsätzliches gesellschaftliches Anliegen betrachtet werden. Der gesellschaftliche Diskussionsbedarf über die Wirkungen neuer Forschungsergebnisse und Technologien benötigt Institutionen und Formen, die einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft entsprechen. Die Göttinger Initiative "Forum für Wissenschaft und Technik" will sich zukünftig als ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses über diese Themen präsentieren. Getragen durch einen Förderverein hat sich in Göttingen eine gemeinnützige Gesellschaft (mbH) etabliert, die dazu beitragen will, den notwendigen Diskurs zwischen Öffentlichkeit, Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und zu organisieren. Die Kooperation mit der Universität Göttingen und dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag sowie die Resonanz in Wissenschaft und Wirtschaft lassen eine interessante Entwicklung des Forums in Richtung einer national bedeutsamen Einrichtung erkennen.

Seit dem ersten Februar 1996 hat das "Forum für Wissenschaft und Technik" in Göttingen nun seine Arbeit offiziell aufgenommen. Das in Form einer gemeinnützigen GmbH etablierte Forum hat sich die Förderung der Wissenschaft und des Verständnisses für Wissenschaft und Technik als Ziel gestellt. Im Gesellschaftsvertrag wird in §2 Abs.2 der Zweck der Gesellschaft beschrieben: "Der Gesellschaftszweck wird insbesondere durch die Errichtung und die Unterhaltung eines national bedeutsamen Forums für Wissenschaft und Technik in Göttingen verwirklicht".

Die Einrichtung eines "Forums für Wissenschaft und Technik" als Ausstellungs- und Tagungszentrum, das sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, versteht sich als Beitrag zur Förderung der öffentlichen Diskussion über die Bedeutung, die Wissenschaft und Technik für das Alltagsleben haben, und kann als Initiative von bundesweiter Bedeutung angesehen werden. Die grundsätzliche Konzeption des Forums beinhaltet drei verschiedene, miteinander korrespondierende Bereiche:

- Einen Ausstellungsbereich, der als "Exploratorium" und "Experimentarium" konzipiert ist,

- den Forenbereich, in dem Tagungen, Symposien und andere wissenschaftliche und öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden und

- einen wissenschaftlichen Bereich, in dem das Forum eigene Beiträge zu den entsprechenden Projekten bearbeitet.

Das Göttinger Forum will

- durch attraktive Inhalte eine breite Öffentlichkeit zur Auseinandersetzung mit der Gestaltung und Wirkung neuer Technologien anregen,

- durch die innovative Gestaltung der verschiedenen Ausstellungsbereiche eine für Deutschland neue Form des "begreifenden" Verstehens schaffen und

- durch verschiedenste Foren eine neue Qualität des öffentlichen Diskurses über neue Technologien, ihre Wirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft und den damit verbundenen Chancen und Risiken etablieren.

Der Ausstellungsbereich - interaktiv und attraktiv

Das Ausstellungskonzept ist mehrstufig angelegt. In einer Kernausstellung soll Wissenschaft und Technik im Überblick als gesellschaftliche Aktivität und Gegenstand gesellschaftlicher Wertschätzung und Kritik gezeigt werden. Um diese Kernausstellung werden sich verschiedene Themenbereiche gruppieren, die sich mit dem Menschen, seinen Bedürfnissen und damit zusammenhängenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auseinandersetzen. Dieser Ausstellungsbereich soll aktuelle Forschungsergebnisse und Technologieinnovationen einer breiten Öffentlichkeit nahebringen und in das gesellschaftliche Umfeld einordnen. Die Exponate sollen zum experimentieren und aktiven Lernen einladen und ein sinnliches und interaktives Erlebnis vermitteln. Insgesamt stellt das Exploratorium/Experimentarium die größte gestalterische Herausforderung für das Forum für Wissenschaft und Technik dar. Schließlich geht es darum, moderne Wissenschaft und Technologie einem breiten Publikum verständlich darzustellen, so daß die Besucher neben einem Aha-Erlebnis auch noch Spaß haben. Die konzeptionellen Vorstellungen für den Exploratoriumsbereich deuten darauf hin, daß der Bildungsaspekt durch die eigenständige Auseinandersetzung mit einem Phänomen oder einem Thema insgesamt ersetzt werden soll. Das heißt dennoch, daß bestimmte Grundlagen in didaktisch aufbereiteter Form benötigt werden, um dem Besucher die Auseinandersetzung mit der Thematik erst zu ermöglichen. Während es für die bildliche, sprachliche und physische Gestaltung von Ausstellungsstücken große Erfahrungen gibt, steht die Erarbeitung von interaktiven, didaktisch anspruchsvollen und auch robusten Exponaten für die Darstellung von Forschungsprozessen und -ergebnissen erst am Anfang. Insbesondere in diesem Bereich wird in den kommenden Jahren viel Arbeit geleistet werden müssen, um eine hohe Anziehungskraft des Forums zu erreichen.

Nicht nur die Exponate sondern auch die Ausstellung an sich lassen interessante gestalterische Lösungen erwarten. Angesiedelt in der ehemaligen Göttinger Lokhalle werden dem Forum Baulichkeiten zur Verfügung gestellt, die ein klassisches technisches Ambiente mit modernstem Ausstellungsdesign verbinden werden. Die Göttinger Lokhalle, gegenwärtig noch die größte niedersächsische Industrieruine, stellt ein Industriedenkmal allererster Qualität dar, solider Stahlbau im Inneren, eine Gründerzeit-Backsteinarchitektur und ein transparentes Dach erlauben eine lichtdurchflutete, mehrdimensionale Gestaltung der Ausstellungsflächen, die selbst zu einem Element des Exploratoriums/Experimentariums werden kann. Eingebunden wird das Forum für Wissenschaft und Technik in das gegenwärtig im Entstehen begriffene "Otto-Hahn-Zentrum", das unter dem Dach der Lokhalle und der angrenzenden Flächen verschiedenste Einrichtungen vereinen wird, so z.B. ein modernes Kino, vielfältige Gastronomie- und Einkaufsangebote. Durch die behutsame Entwicklung der gesamten Fläche wird ein Konzept angestrebt, das anspruchsvolle Unterhaltung mit Informations-, Bildungs- und Diskussionsangeboten verbindet.

Die Beteiligung an der Expo 2000 - der anspruchsvolle Einstieg

Neben dem Aufbau des Forums für Wissenschaft und Technik in Göttingen, am Standort Otto-Hahn-Zentrum, liegt gegenwärtig der Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeiten in der Beteiligung an der Expo 2000. Im Rahmen des Expo-Projektes "Region und Stadt als Exponat" wird das Forum sich als Stätte der Auseinandersetzung mit neuen Technologien präsentieren. Dazu zählen mehrere Aktivitäten: die Kernausstellung, ein Exponat "Biologische Informationssysteme im Menschen" und ein Exponat, mit dem Chancen, Potentiale und auch Risiken von Multimedia dargestellt werden sollen. Um diese Projekte realisieren zu können, bedarf es vielfältiger inhaltlicher Vorarbeiten. Eine der wichtigsten Grundlagen für die weitere Gestaltung des Forums und seiner Exponate ist die Erarbeitung einer Durchführbarkeitsstudie durch das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Diese Studie soll klären, mit welchen thematischen Schwerpunkten, Kosten und Projekten ein national bedeutsames Forum für Wissenschaft und Technik etabliert werden und wie sich diese Einrichtung an der Expo beteiligen kann. Diese Studie wird zu einem Hauptbestandteil der weiteren inhaltlichen Profilierung des Forums. Es sollte dennoch darauf hingewiesen werden, daß die Beteiligung an der Expo eine, aber nicht die einzige Aktivität des Forums sein wird. Langfristig erscheint es als durchaus realistisch, daß das Forum - im Sinne eines Projektträgers - die Nach- und Weiternutzung von Exponaten des Expo-Themenparkes übernehmen könnte.
Das bislang am weitesten gediehene Projekt des Forums zur Präsentation während der Expo beruht auf einem Vorschlag von Nobelpreisträger Prof.Dr. Erwin Neher. Mit dem Thema "Biologische Informationssysteme" im Menschen soll ein weiter Bogen von der Gen- bis zur Hirnforschung gespannt werden. Aktuelle Forschungsergebnisse sollen ebenso spannend und interaktiv dargestellt werden wie modernste Technologien der Genomanalyse, der medizinischen Diagnostik und der Computertechnologie (die z.B. auf neuronalen Netzen basiert). Dabei soll neben den Chancen auch auf die Risiken hingewiesen werden, die sich aus der Anwendung dieser Technologien für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft ergeben können.

Zur weiteren Begleitung der Arbeiten des TAB und der Umsetzung der Projektvorschläge in den eigentlichen Expo-Beitrag hat sich bereits jetzt ein wissenschaftlicher Beirat im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie gebildet, dem neben Prof. Neher Prof. Dr. Manfred Eigen, Prof.Dr. Peter Gruß und Prof. Dr. Kurt von Figura angehören. Die Überarbeitung der Konzeption des TAB erfolgt zukünftig in engem fachlichen Austausch zwischen den externen Sachverständigen, den Bearbeitern des TAB-Projektes und dem Forum für Wissenschaft und Technik. Dem Forum obliegt es, die Zielstellung des Projektes gegenüber der Expo-Gesellschaft zu vertreten und dafür Sorge zu tragen, daß es in der breiten Öffentlichkeit bekannt wird.

Der Erfolg des ganzen Projektes steht und fällt mit seiner Finanzierung. Die zur Zeit zur Verfügung stehenden privaten und öffentlichen Fördermittel garantieren den Beginn der Arbeiten zum Expo-Beitrag und des Forums insgesamt. Für die nächsten Etappen wird es jedoch notwendig sein, weitere Förderer zu gewinnen, um den anspruchsvollen Zielstellungen des Forums hinsichtlich seines Standortes in Göttingen und der Expo-Beteiligung gerecht zu werden.

Die Organisation - praktizierte Partnerschaft

Die Gründung des Forums für Wissenschaft und Technik geht auf die Initiative des gleichnamigen Göttinger Fördervereins zurück. Das Engagement der Mitglieder des Fördervereins, und nicht zuletzt der Vorsitzenden - Frau Prof. Rita Süßmuth - führte dazu, daß sich eine Gruppe aktiver Sponsoren fand, die dieses Projekt in verschiedener Form unterstützten und weiterhin unterstützen werden. Um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Initiative herzustellen, entschlossen sich der Förderkreis und die Sponsoren dazu, eine gemeinnützige GmbH zu gründen, die den Aufbau des Forums und die Gestaltung des dezentralen Expo-Projektes zum Zweck hat. Die Gesellschafterstruktur zeigt, daß dieses Unternehmen praktiziertes private-public-partnership darstellt: Neben der Universität Göttingen, der Stadt und der Sparkasse Göttingen sind Technologieunternehmen, wie die Firma Spindler und Hoyer, Lambda Physik, Carl Zeiss Göttingen und die Adams Ladenbau GmbH im Kreise der Gesellschafter vertreten. Das Interesse nicht nur der regionalen Wirtschaft wächst, sich am Forum für Wissenschaft und Technik zu beteiligen. Dabei kann das Forum die verschiedensten Beteiligungsformen anbieten. Projektbeteiligung, Spenden, Mitarbeit am Exponat oder das Zeichnen von Gesellschaftsanteilen sind nur einige der Möglichkeiten, die Interessierten offenstehen. Dieses Angebot richtet sich natürlich auch an die Öffentlichkeit, sich an der Diskussion über die Ziele und Inhalte des Forums zu beteiligen, und bereits jetzt die Gelegenheit zu nutzen, das Profil des Forums mitzuformen. Sollte es dem Forum gelingen, sich in den kommenden Jahren als Standort und Ideengeber für die öffentliche Debatte über Forschung und technologische Entwicklung zu etablieren, dann dürfte auch seinem Erfolg auf der Expo 2000, insbesondere jedoch danach nichts mehr im Wege stehen.

Kontakt

Dr. Martin Socher
- Geschäftsführer -
Forum für Wissenschaft und Technik
Deenderstr. 106, D-37073 Göttingen
Tel.: 0172/5608691
Fax: 0551/394251 (Universität Göttingen)


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Neue Geschäftsführung des AKTAB in NRW

- Pressemitteilung -

Der Arbeitskreis für "Technikfolgenabschätzung und -bewertung des Landes NRW" (AKTAB) [siehe auch TA-Datenbank-Nachrichten Nr. 2, 3. Jg., Juni 1994] hat Vorsitz und Geschäftsführung ab dem 1. Januar 1996 für zwei Jahre dem Hochschuldidaktischen Zentrum, Lehrstuhl Informatik im Maschinenbau (HDZ/IMA) der RWTH Aachen übertragen (Vorsitz: Herr Professor Dr.-Ing. Klaus Henning, wiss. Geschäftsführung: Dr.-Ing. Paul Fuchs-Frohnhofen).

Der interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitskreis wurde 1992/93 unter Federführung des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums mit dem Ziel eingerichtet, Koordination und Austausch zwischen verschiedenen Institutionen der Technikfolgenabschätzung in NRW zu fördern.

Konkrete Aufgaben sieht der Arbeitskreis in der Fortschreibung der Dokumentation "Technikfolgenabschätzung NRW", in der Förderung der Kooperation im Hochschulbereich und im Aufbau eines innovativen Netzwerkes zur TA, in dem der gesellschaftliche Diskurs angeregt sowie modellhafte TA-Projekte initiiert werden sollen. Der Arbeitskreis legt großen Wert auf einen kontinuierlichen Austausch mit dem Landesparlament NRW.

In den kommenden zwei Jahren sollen insbesondere die Themenfelder "Mobilität", "Methoden der Technikfolgenabschätzung", "Diskurse zu industrieller TA", sowie "Bio- und Gentechnologie" u.a. auch durch entsprechende Forschungsprojekte bearbeitet werden.

Der Arbeitskreis verfolgt einerseits ein Konzept von TA, das seinen Ausgangspunkt in der Betrachtung bestimmter Einzeltechnologien sieht. Hierbei wird z.B. im Themenfeld Bio- und Gentechnologie der Dreischritt Technikfolgenabschätzung, Technikbeurteilung und Erarbeitung von Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten angestrebt. Andererseits wird aber auch z.B. im Themenfeld Mobilität der Ansatz problemorientierter TA verfolgt. Insgesamt wird TA in Zukunft stärker als Innovationsfolgenabschätzung in den Feldern Technik, Organisation, Personal, Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft an Bedeutung gewinnen, wobei das Ziel besteht, mit dem Instrumentarium der TA dazu beizutragen, Innovationen zukunftsorientiert und in Richtung auf ethische Werte und menschliche und ökologische Überlebensfragen hin mitzugestalten.
Diesbezüglich soll der "Diskurs zu industrieller TA" im Bereich Produktions- und Produktfolgenabschätzung in NRW aufzeigen, inwieweit Produktfolgenabschätzung aus industrieller Sicht in Verbindung treten kann mit wissenschaftlich orientierter Technikfolgenabschätzung.

Als aktuelles Ergebnis der AKTAB-Arbeit liegt jetzt die neueste Fassung der Dokumentation "Technikfolgenabschätzung in NRW - 1995" mit einem Vorwort der Wissenschaftsministerin Anke Brunn vor und kann u.a. bei folgender Adresse bestellt werden:

AKTAB NRW
Prof. Dr. Klaus Henning
Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen
HDZ/IMA
RWTH Aachen
Dennewartstr. 27
D-52068 Aachen
Tel.: 0241/9666-0
Fax: 0241/9666-22


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Technikfolgenforschung im Freistaat Sachsen

Ende 1994 hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Technische Universität Chemnitz-Zwickau beauftragt, eine Analyse zum aktuellen Stand der Technikfolgenforschung im Freistaat Sachsen zu erarbeiten. Ziel dieser im September 1995 vorgelegten Dokumentation sollte nicht nur die Erfassung der im engeren Sinne zur Technikfolgenabschätzung und -bewertung gehörenden Forschungsvorhaben, wie z.B. "Informatik und Gesellschaft" oder "Ethik und Biotechnologie" sein, sondern auch Forschungsarbeiten, die nur mittelbar einen Bezug zum Problemkreis TA aufweisen. Dazu gehören u.a. solche Aspekte, wie die ingenieur- bzw. arbeitswissenschaftliche Kriterienbildung, Konzepte der Technikgestaltung oder Untersuchungen der Technikauswirkungen auf tangierende Bereiche. Auf diesem Weg soll die Transparenz TA-relevanter Aktivitäten im Freistaat Sachsen erhöht und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Bildung eines breit angelegten Diskussionsforums TA-interessierter Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft geschaffen werden.

Die vorliegende Dokumentation stellt einen ersten Versuch dar, die Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Technikfolgenabschätzung und -bewertung im Freistaat Sachsen in ihrer Gesamtheit zu erfassen und systematisch aufzuarbeiten. Aufgrund der Komplexität der Themenstellung sowie der Problematik der Datenerfassung und der inhaltlichen Abgrenzung der Forschungsarbeiten kann jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden, so daß das tatsächlich vorhandene Forschungspotential, insbesondere auf dem Feld der gegenwärtig nur mittelbar betriebenen TA-Forschung, sicher noch umfangreicher ist, als es diese Dokumentation wiederzugeben vermag.

Der aktuelle Stand der Technikfolgenabschätzung und -bewertung im Freistaat Sachsen stellt sich wie folgt dar:

- Einerseits existieren im wissenschaftlichen Bereich eine Vielzahl von TA-Aktivitäten, die sich jedoch meist nur auf den universitären Bereich beschränken. TA wird dabei in der Regel nicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe von Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und gesellschaftlichen Gruppen verstanden, sondern es werden nur ausgewählte, ihrer Wissenschaftsdisziplin nahestehende Problemstellungen einbezogen. Andererseits wird TA als Mittel der Beratung und Entscheidungshilfe zu den mit dem Technikeinsatz verbundenen Chancen und Risiken seitens der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft kaum gefordert.

- In der Bestimmung von Inhalt, Funktion und methodischer Vorgehensweise von Technikfolgenforschung und -bewertung bestehen erhebliche Defizite, so daß es weitgehend vom Selbstverständnis der einzelnen Akteure abhängt, welche Aktivitäten der TA zugeordnet werden. Technische und ökonomische Belange sind dabei meist gegenüber ökologischen und sozialen Aspekten dominant. Eine Institutionalisierung der TA ist bisher ebensowenig erfolgt wie der Aufbau eines tragfähigen TA-Netzwerkes. Somit liegt nur ein relativ diffuses Bild der gegenwärtigen TA-Landschaft in Sachsen vor.

Zum Abbau dieser Defizite wurde in einem ersten Schritt der Versuch unternommen, die im Freistaat Sachsen abgeschlossenen, laufenden und geplanten Forschungsarbeiten und -projekte auf dem Gebiet der TA zu erfassen und somit allen interessierten Akteuren ein Nachschlagewerk zum aktuellen Stand der Technikfolgenforschung zur Verfügung zu stellen. In einem zweiten Schritt soll der Aufbau eines TA-Netzwerkes "Sachsen" forciert werden, da bei der Konzipierung und Durchführung von TA-Projekten dem Netzwerk als Träger der wissenschaftlichen Kompetenz besondere Bedeutung beigemessen wird. Das setzt die Bildung interdisziplinär besetzter Netzknoten an den wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutionen voraus, die aktiv an der Koordinierung von Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten mitwirken. Erste erfolgversprechende Ansätze liegen dazu z.B. in Form des "Zentrums für Interdisziplinäre Technikforschung" an der TU Dresden oder dem "Zentrum für Technikfolgen-Umwelt" an der TU Chemnitz-Zwickau vor.

Parallel dazu ist der Aufbau einer konzeptionellen Kompetenz und die Vernetzung mit erfahrenen wissenschaftlichen Einrichtungen in den Altbundesländern zu betreiben.

Die Arbeiten zu dieser Dokumentation wurden wesentlich durch die interdisziplinär und interinstitutionell zusammengesetzte Arbeitsgruppe "Institutionalisierung der Technikfolgenabschätzung und -bewertung im Freistaat Sachsen" unterstützt, die sich aus Mitgliedern der vier sächsischen Universitäten, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, der IG-Metall und des Landesverbandes der Sächsischen Industrie zusammensetzt.

(Quelle: aus dem Vorwort)

Kontakt

Dr.-Ing. Lutz Schiffer
Technische Universität Chemnitz-Zwickau
Büro des Rektors
D-09107 Chemnitz
Tel.: 0371/531-1260
Fax: 0371/531-1342

Bibliographische Angaben

Lutz Schiffer (TU Chemnitz Zwickau): Technikfolgenforschung im Freistaat Sachsen. Dokumentation zum Stand der Technikfolgenforschung im Freistaat Sachsen im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst Dresden. Chemnitz, September 1995.


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TA-Aktivitäten an der TU Clausthal

von B. Ludwig

Die im Wintersemester 1991/92 an der TU Clausthal erstmalig angebotene Vorlesung "Herausforderung Zukunft" (erschienen bei Spektrum Akad. Verlag, Heidelberg 1993) war der Start für ständig wachsende TA-Aktivitäten an der Universität, die derzeit auf drei Ebenen vorangebracht werden:

1. Institut für Technische Mechanik:

- durch die Vorlesungen
"Herausforderung Zukunft", "Technikbewertung" (mit B. Ludwig), "Dynamische Systeme in Natur, Technik und Gesellschaft".
Die beiden ersten Vorlesungen sind Pflichtfächer im Studiengang Umweltschutztechnik.

- in der Forschung:
Die erste Dissertation "Methoden zur Modellbildung in der Technikbewertung" ist 1995 von B. Ludwig vorgelegt worden (CUTEC-Schriftenreihe Nr. 18, Clausthal 1995). Weitere Promotions-, Studien- und Diplomarbeiten laufen derzeit, teilweise in Zusammenarbeit mit der Industrie.

2. Forum Clausthal

Forum Clausthal ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der TU Clausthal, die einen öffentlichen Diskurs initiiert und koordiniert. Zur Mitwirkung sind all diejenigen eingeladen, denen an einer verantwortbaren konsensfähigen Gestaltung der Zukunft liegt.

3. Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC)

Das Institut ist eine Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen; die Fachabteilungen werden von Professoren der TU Clausthal betreut. Innerhalb der Abteilung "Technikbewertung und Umweltbildung" werden in Zusammenarbeit mit anderen CUTEC-Fachabteilungen sowie im Rahmen der Universitätskooperation TA-Studien für Unternehmen durchgeführt.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. M. F. Jischa
Dr.-Ing. B. Ludwig
Technische Universität Clausthal
Institut für Technische Mechanik
Graupenstraße 3
D-38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323/72-3166


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Die Akademie Gesellschaft und Wissenschaft stellt sich vor: Kurskorrektur für einen gesellschaftlichen Konsens

von Ch. Kupsch, ITAS

Nach ihrer Gründung am 25. Oktober 1993 hat sich die Akademie Gesellschaft und Wissenschaft e.V. (AGW) nach einer zweijährigen Gründungsphase anläßlich eines am 23. und 24. Januar 1996 in Hannover stattfindenden Forums mit dem Titel "Freiheitsrechte und Solidaritätspflichten" erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.

Zum achtköpfigen Präsidium der AGW gehören Vertreter aus Politik, Gewerkschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Präsident ist der Vorsitzende der IG Chemie-Papier-Keramik, Hubertus Schmoldt, Ehrenpräsident ist Dr.h.c. Hermann Rappe, MdB; Vizepräsidenten sind der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Dr. Jürgen Rüttgers, die Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen und des Landes Niedersachsen, Prof. Dr. Kurt H. Biedenkopf und Gerhard Schröder, ferner Reinhard Mohn, Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann-Stiftung sowie Prof. Dr. Heindirk tom Dieck, Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Dem Direktorium gehören an: Dr. Joachim Kreutzkam als wissenschaftlicher Direktor und Jürgen Walter, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Chemie-Papier-Keramik, als kaufmännischer Direktor. Weitere Organe des Vereins sind der Senat und das Kuratorium, in die hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Gewerkschaft und Arbeitgeberverbänden, Wissenschaft und Kunst, Kirche und Medien berufen wurden. Aufgabe des Senats ist es, in akademie-strategischen Fragen beratend tätig zu werden. Aufgabe des Kuratoriums ist es, die konkrete Projektarbeit beratend und mitwirkend zu begleiten.

Die AGW befaßt sich in multidisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppen nahezu ausschließlich mit Fragen und Problemen der Entwicklung konkreter sozialer Systeme (Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung). Ziel ist die Stärkung des Kultur-, Wirtschafts- und Lebensstandorts Deutschland durch Förderung des gesellschaftlichen Konsenses angesichts drängender regionaler, nationaler und globaler Probleme und Herausforderungen, um eine dauerhafte "nachhaltige", erfolgreiche Entwicklung zu ermöglichen. Um dies zu erlangen, sollen die Lernprozesse in sozialen Systemen gefördert werden, d.h. die Kompetenz und die Bereitschaft zu persönlichem Engagement, Verantwortung in Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu übernehmen, gestärkt werden.

Zur Erreichung dieses Ziels setzt die AGW die folgenden vier Schwerpunkte in ihrem Tätigkeitsspektrum:

_ Forschung
mit dem Ziel der Optimierung von Lern- und Entwicklungsprozessen sozialer Systeme in Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (handlungs-/managementorientierte Anwendungsforschung / Social Systems Development Research)

_ Beratung
mit dem Ziel der Förderung von institutionellen Lern- und Entwicklungsprozessen

_ Bildung
mit dem Ziel der Förderung von individuellen Lern- und Entwicklungsprozessen (Vermittlung von Kultur- und Systemkompetenz)

_ Kommunikation
in Gestalt regionaler AGW-Hochschulforen zur Förderung von öffentlichen Lern- und Entwicklungsprozessen.

Seit ihrer Gründung hat die AGW verschiedene Schriften veröffentlicht:
Gründungsmotive (1993), Versuch einer Kurskorrektur (1993), Eine Initiative zur Förderung des Wirtschafts- und Lebensstandorts Deutschland (1994), Erste Schwerpunkte der Kurskorrektur am Wirtschafts- und Lebensstandort Deutschland (1995).

Für weitere Informationen

Akademie Gesellschaft und
Wissenschaft e.V.
Postfach 16 40
D-38606 Goslar
Tel.: 05321/3400-0
Fax: 05321/3400-99


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Technikfolgenakademie Bad Neuenahr gegründet

Am 11.3.1996 wurde die "Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler" (TA-Akademie Bad Neuenahr) gegründet. In der gemeinsamen Pressemitteilung des BMBF, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz und der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V. heißt es dazu:

"Das Land Rheinland-Pfalz und die DLR haben heute die 'Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler' als GmbH mit Sitz in Bad-Neuenahr-Ahrweiler gegründet. Für die Akademie stehen jährlich bis zu 3 Mio. DM bereit, die zu gleichen Teilen vom BMBF im Rahmen seiner Projektförderung und vom Land Rheinland-Pfalz als Gesellschafter getragen werden. Die DLR beteiligt sich durch die Bereitstellung von mehreren Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und durch administrative Unterstützung. Durch Grundausstattung und Projektförderung können bis zu 30 Wissenschaftler finanziert werden.

Die Akademie wird ihren Schwerpunkt auf die Untersuchung und Beurteilung von Auswirkungen zukünftiger wissenschaftlich-technischer Entwicklungen aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie aus der Medizin legen. Sie wird Zukunftsthemen in wissenschaftlicher Unabhängigkeit diskutieren und eine Stätte des - nationalen und internationalen - Dialogs von Wissenschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft sein. Die europaorientierten Themen werden auch Fragen umfassen, die mittel- und osteuropäische Staaten betreffen. Die Akademie wird vor allem im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten, deren Themen sie nach Beratung durch einen wissenschaftlichen Beirat festlegt. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen werden Ergebnisse aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie medizinischen Disziplinen mit thematisch einschlägigen Untersuchungen aus Philosophie, Rechtswissenschaften und den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zusammenführen. Die neue Akademie wird mit Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowohl aus der Region als auch aus dem Ausland kooperieren. Die Einbindung in ein breites aktuelles Forschungsspektrum wird durch ein Programm für Gastwissenschaftler und wissenschaftlichen Nachwuchs gewährleistet.

Als Direktor der Akademie wird Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann berufen. Er vertritt an der Universität Essen das Fach Philosophie mit dem Schwerpunkt Angewandte Philosophie. Prof. Gethmann ist durch wegweisende Arbeiten zu ethischen Fragen von Wissenschaft und Technik ausgewiesen."

(Quelle: Pressemitteilung)

Die TA-Datenbank-Nachrichten werden in ihrem nächsten Heft ausführlich über die Neugründung berichten.


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