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SCHWERPUNKTTHEMA:
Technologievorausschau und Technologiebeobachtung



Technologievorausschau und Technologiebeobachtung

Vor dem Hintergrund knapper werdender staatlicher FuE-Budgets und der Furcht, im internationalen Technologiewettlauf den Anschluß bzw. ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, engagieren sich immer mehr Länder in Aktivitäten der Technologievorausschau und -beobachtung. Sie erhoffen sich davon, die Technologien zu identifizieren, die für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sein werden und damit Hinweise für die zukünftige Prioritätensetzung in ihrer Forschungs- und Technologiepolitik gewinnen zu können. Forschungspolitische Prioritätensetzung und technologische Vorausschau war schon einmal Schwerpunktthema der TA-Datenbank-Nachrichten (Nr. 4, 2. Jahrgang, Dezember 1993). Wir hatten dort über entsprechende Vorausschau-Aktivitäten in Deutschland, den Niederlanden und vorbereitende Aktivitäten in Großbritannien berichtet. Inzwischen hat Großbritannien einen sehr ehrgeizigen Technologievorausschau-Prozeß abgeschlossen; Deutschland bereitet eine zweite Delphibefragung vor. Frankreich und Indien führen auch Vorausschau-Aktivitäten durch. Die EU und Frankreich haben Einrichtungen für die Technologiebeobachtung geschaffen. Die USA analysieren ihre Wettbewerbsfähigkeiten bei kritischen Technologien. 18 große, zumeist private Organisationen aus den USA und Europa haben das Projekt 2025: "Anticipating Development in Science and Technology and Their Implementations for the Corporation" der Coates & Jarrat Inc. gefördert. Den Vorreiter in der modernen technologischen Vorausschau hat Japan gespielt, das bereits seit 1971 Delphi-Studien in fünfjährigem Turnus durchführt.

Gemeinsam ist allen Vorausschau-Aktivitäten ist, das sie in mehr oder weniger grossem Umfang als Prozeß organisiert werden, in den möglichst viele Wissenschaftler und Experten aus Industrie und Administration, aber auch Vertreter anderer gesellschaftlicher Gruppen einbezogen werden.

Die technologische Vorausschau bzw. ihre Bedeutung für die Forschungs- und Technologiepolitik ist aber auch umstritten. Von verschiedener Seite wird darauf verwiesen, daß sie einer stark interventionistischen staatlichen Innovationspolitik Vorschub leiste, die in der Vergangenheit oft zu Mißerfolgen und Fehlallokationen geführt habe; sinnvoller sei es, die Innovationsstruktur bzw. das nationale Innovationssystem zu stärken. Die Proponenten der technologischen Vorausschau sehen hier aber keinen Widerspruch; technologische Vorausschau, insbesondere wenn sie als Prozeß zwischen allen am Innovationsprozeß Beteiligten organisiert werde, erhöhe die Sensibilität aller Beteiligten bezüglich möglicher zukünftiger Entwicklungen, fördere den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und die Bildung von Innovationsnetzwerken und biete auch der Industrie Orientierungswissen für ihre eigenen Prioritätensetzungen.

Ein Teil der hier angesprochenen Technologievorausschau und -beobachtungsaktivitäten soll im Rahmen dieses Themenschwerpunktes vorgestellt werden.

(Reinhard Coenen, ITAS)

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Progress through Partnership - Das britische Foresight-Programm

Das gerade abgeschlossene Britische Foresight Programme ist wohl die umfangreichste Foresight Aktivität der letzten Jahre gewesen. Es wurde nach einer Bestandsaufnahme und Evaluation von Vorausschauaktivitäten anderer Länder (siehe TA-Datenbank-Nachrichten Nr. 4, 2. Jg., Dezember 1993, S. 5 und 6) gestartet.

Ziel des Britischen Foresight-Programmes war - nach den Worten des britischen Ministers für Forschung und Technologie Ian Taylor in seiner Rede vom 28. September dieses Jahres vor dem Deutschen Industrie- und Handelstag - "die Identifizierung der nationalen und globalen Chancen für die britische Industrie im Laufe der kommenden 10 bis 20 Jahre sowie der für die Nutzung dieser Möglichkeiten erforderlichen Investitionen in die Bereiche Wissenschaft, Forschung und Technologie".

Im Vordergrund steht also, Hinweise für die forschungs- und technologiepolitische Prioritätensetzung von Staat und Industrie zu erhalten. Wirft man einen Blick in den zusammenfassenden Bericht des Foresight Programmes, so wird als weiteres Kriterien zur Bewertung neuer Technologien neben den Chancen für die britische Industrie ihr Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität genannt. Entsprechend wird technologische Vorausschau auch definiert als "a systematic means of assessing those scientific and technological development which could have a strong impact on industrial competitiveness, wealth creation and quality of life" (Luke Georghiou, The United Kingdom Technology Foresight Programme, Paper presented on the NATO Advanced Research Workshop on "Knowledge, Technology Transfer and Forecasting", 12 - 14 October 1995, Budapest).

Methodisch kombiniert das Britische Foresight-Programm einen Panelansatz und eine Delphibefragung. Der Foresight-Prozeß begann mit der Einsetzung eines Steering Committees aus führenden Industrie-, Wissenschafts- und Verwaltungsvertretern, das wiederum 15 Panel für verschiedene Gebiete einsetzte. Die Zusammensetzung der Panel erfolgte einerseits aus Fachleuten, die in einem Co-Nomination-Prozeß identifiziert wurden, und aus Fachleuten, die von Regierungsstellen und dem Steering-Committee empfohlen wurden. Unter Co-Nomination-Prozeß ist hier ein Prozeß zu verstehen, bei dem Mitglieder einer Fach-Community weitere geeignete Kandidaten benennen (Schneeball-System). Der Co-Nomination-Prozeß wurde auch dazu genutzt, Teilnehmer für die begleitende Delphi-Untersuchung zu finden. Die 15 Panel beschränkten sich nicht auf interne Sitzungen, sondern banden durch die Veranstaltung von regionalen Workshops und anderen Konferenzen weitere Personen in den Foresight-Prozeß ein. Unter Berücksichtigung der sich an der Delphi-Befragung beteiligenden Personen wurden so ca. 10 000 Personen in den Foresight-Prozeß einbezogen, eine Zahl, auf die im Bericht der Steering Group mit Stolz verwiesen wird. Neben den inhaltlichen Ergebnissen wird die Einbindung einer solchen großen Personenzahl als ein wesentlicher Erfolg der Foresight-Aktivität angesehen, da dadurch ein neuer konstruktiver und sich fortsetzender Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie stimuliert worden sei, der auch zum Networking in Innovationsprozessen beitrage.

Die Fragen für die Delphi-Befragung wurden durch die Panel entwickelt und deren Ergebnisse in die Beratung der Panel eingebracht. Trotz der relativ bescheidenen Antwortquote von 31 % in der 1. Runde stützt sich die Auswertung auf fast 3000 Fragebogen, da über 8000 Experten angeschrieben wurden.

Es ist hier nicht möglich, auf die inhaltlichen Ergebnisse einzugehen. Die 15 Panel erarbeiteten über 300 Empfehlungen für Prioritäten im Bereich Wissenschaft und Technologie und für Maßnahmen in der Ausbildung und in anderen relevanten Bereichen, z.B. im Bereich der Regulierung. Das Steering-Committee filterte daraus 64 sog. generic priorities. Dabei wurden folgende Kriterien angewendet:

- Economic and social benefits;

- ability of UK to capture economic and social benefits;

- likelyhoad of scientific or technological breaksthrough;

- strength of the UK science and technology base in the respective field.

Wirft man einen Blick auf die von der Steering Group entwickelten Prioritäten und als wichtig identifizierten Technologien, so ist man allerdings in gewisser Weise enttäuscht; Kontraintuitives läßt sich kaum finden. Allerdings kennt der Autor nicht die detaillierten, ebenfalls veröffentlichten Berichte der 15 Panels, die ja möglicherweise Juwelen enthalten.

Der Abschlußbericht des Steering-Committees legt aber eher die Schlußfolgerung nahe, daß die durch den Foresight-Prozeß stimulierten Dialoge zwischen Branchenvertretern und zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vielleicht das wichtigere Ergebnis sind. Das Steering-Committee und die Panel sollen deshalb auch ihre Arbeit weiterführen.

(Reinhard Coenen, ITAS)

Bibliographische Angaben

Office of Science and Technology, Progress Through Partnership, Report from the Steering Group of The Technology Foresight Programme 1995. London: Mai, 1995.

zu beziehen über

HMSO Publication Centre
P.O. Box 276, Londong SW8 5DT
Tel. orders: (171) 8739090
Fax orders: (171) 8738200
Preis: 25 £

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Zweite Deutsche Delphi-Studie zur Entwicklung von Wissenschaft und Technik

von Sibylle Breiner, FhG-ISI

In Deutschland gab es bis zu Beginn der 90er Jahre vergleichsweise wenig Studien und Untersuchungen im Bereich der technologischen Vorausschau. Dies änderte sich unter anderem durch die erste deutsche Delphi-Studie zur Entwicklung von Wissenschaft und Technik, die im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) vom Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (FhG-ISI) 1992/93 durchgeführt wurde. Diese Studie basiert auf einem Kooperationsprojekt mit dem Nationalen Institut für Wissenschafts- und Technologiepolitik (NISTEP) in Tokio und kopiert einen in Japan seit Beginn der 70er Jahre erfolgreich durchgeführten Ansatz.

Die Ergebnisse der Umfrage sind vielfach publiziert worden und werden in der Öffentlichkeit breit diskutiert; häufig auch kritisiert. Ein wesentlicher und auch berechtigter Kritikpunkt liegt im japanischen Ursprung der Fragen. Die Innovationsthemen, die von etwa tausend Experten beurteilt wurden, spiegeln japanische Verhältnisse und Bedürfnisse wider. In vielen Bereichen sind die angestrebten Innovationen nicht auf Deutschland übertragbar, da hier aufgrund kultureller und geographischer Unterschiede andere Probleme auf Lösungen warten.

Die zweite deutsche Delphi-Studie versucht, die gewonnenen Erfahrungen zu nutzen und eigene Innovationsthemen zu erstellen. Hierfür wird zur Zeit ein Begleitgremium aus hochrangigen Persönlichkeiten gebildet. Bestehend aus Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen berät dieses Gremium das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) während der gesamten dreijährigen Laufzeit der Studie. Wie bereits bei der ersten Umfrage liegt die Durchführung beim FhG-ISI in Karlsruhe.

Als erster Schritt werden in den nächsten Wochen die Themengebiete festgelegt, die in die Untersuchung einbezogen werden. Ziel wird es sein, das breite Spektrum von Wissenschaft und Technik möglichst umfassend abzudecken. Bereits bei der Themenfestlegung soll nationalen Besonderheiten Rechnung getragen werden, obwohl an dieser Stelle noch eine möglichst große Übereinstimmung mit der sechsten japanischen Delphi-Studie angestrebt wird, die zeitgleich vom NISTEP durchgeführt wird.

Ein weiterer Schritt wird sein, daß deutsche und japanische Experten gemeinsam Innovationsthemen erstellen. Hierzu wird von beiden Seiten getrennt ein Vorschlag erarbeitet, der dann in einem Abstimmungsprozeß diskutiert werden muß. Erfahrungen einer Mini-Delphi-Studie, bei der das gemeinsame Fragenerstellen in kleinerem Umfang getestet wurde, lassen es sinnvoll erscheinen, keine exakte Übereinstimmung der Fragen anzustreben. So wird ein Teil der Fragen länderspezifisch, der andere Teil länderübergreifend sein. Die internationale Abstimmung des Fragenkatalogs ist ein zentraler und wichtiger Punkt, jedoch sollte es für einen belastbaren Vergleich der Ergebnisse genügen, wenn eine flexible Abwägung zwischen Gleichartigkeit der Thematik und nationaler Spezifizierung vorgenommen wird.

In der Mini-Delphi-Studie, deren Ergebnisse derzeit veröffentlicht werden, wurde über die gemeinsame Fragengenerierung hinaus auch ein neues Abfrageraster entwickelt. So wurde beispielsweise die frühere Kategorie "Wichtigkeit" als zu allgemein verworfen und weiter aufgeschlüsselt. Nunmehr wird die Wichtigkeit der Lösungsbeiträge der zukünftigen Technik als ein fünfdimensionales Problem angegangen, das die Wichtigkeit

- für den Fortschritt von Wissenschaft und Technik,

- für die Wirtschaft,

- für die Umwelt,

- für die Dritte Welt oder

- für die Gesellschaft

einzeln betrachtet. Des weiteren hatten die schriftlich kontaktierten Experten die Möglichkeit,Vorschläge zur Weiterentwicklung der zu stellenden Fragen und ihrer Alternativen einzubringen.

Die Ergebnisse des Mini-Delphis zeigen, daß sich diese methodischen Veränderungen ausgezahlt haben. Es wird Aufgabe der nächsten Monate sein, diese Verbesserungen in die zweite umfassende Delphi-Studie einzuarbeiten. Die zwei geplanten Befragungsrunden sollen Ende 1996/Anfang 1997 zeitgleich in beiden Ländern durchgeführt werden. Inwieweit es bis dahin gelungen sein wird, einen zweiten Kritikpunkt - die nicht ausdrückliche Einbeziehung von Bedarfsfragen - zu verbessern, kann zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Der zukünftige gesellschaftliche Bedarf muß verstärkt in die Vorausschau integriert werden; bislang fehlen jedoch geeignete Methoden zur repräsentativen Erfassung der künftigen Bedürfnisse. Diese zweite Delphi-Studie kann ein Schritt in diese Richtung sein, in dem bei der Fragenerstellung die Bedürfnisse verstärkt berücksichtigt werden.

Kontakt

Sibylle Breiner
Fraunhofer-Institut für Systemtechnik
und Innovationsforschung (ISI)
Breslauer Str. 48
D-76139 Karlsruhe
Tel.: 0721/6809-212
Fax: 0721/689152

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The Highly Probable Future - 83 Assumptions about the year 2025

Das private Beratungsunternehmen Coates & Jarratt Inc., Washington, D.C. hat in den Jahren 1992 bis 1994 das "Project 2025: Anticipating Developments in Science and Technology and Their Implications for the Corporation" durchgeführt, die von 18 amerikanischen und europäischen Einrichtungen als sog. Multi-Client-Studie gefördert wurde.

Ziel des Projektes war es, zu explorieren, wie Wissenschaft und Technik in den nächsten drei Dekaden wahrscheinlich die Gesellschaft beeinflussen bzw. verändern werden.

Methodisch basieren die Ergebnisse der Studie auf einer Analyse bzw. Verknüpfung von Materialien aus verschiedenen Quellen; Quellen waren z.B. projektinterne Analysen, von anderer Stelle durchgeführte technologische Vorausschauen, statistische Trend-Extrapolationen, z.B. über das Bevölkerungswachstum. Teilweise gingen auch normative Annahmen in die Analyse ein, die keine Trend-Extrapolationen sind, sondern Einschätzungen, die aus dem zukünftigen Zusammenwirken sozialer, politischer, ökonomischer, ökologischer und technologischer Einflußfaktoren abgeleitet wurden, so z.B. die Annahme, daß der Pro-Kopf-Energieverbrauch in den entwickelten Ländern bis 2025 auf 66 % der Werte von 1990 fällt.

Joseph Coates, der Projektleiter der Studie, weist in einer Veröffentlichung über diese Studie daraufhin, daß die in der Studie entwickelten Voraussagen über zukünftige Entwicklungen natürlich nicht Prognosen im naturwissenschaftlichen Sinn sind. Er hält es aber trotz des Unsicherheitsgrades solcher Voraussagen über die Zukunft notwendig, solche zu machen, um die Zukunft zu planen bzw. sich auf diese vorzubereiten oder um unerwünschte Entwicklungen zu vermeiden.

Die Ergebnisse der Studie sind in 83 Aussagen über das Jahr 2025 zusammengefaßt, die nach der Studie als hochwahrscheinlich einzustufen sind. Dabei erfolgt eine Unterteilung in Annahmen über Entwicklungen im Bereich von Wissenschaft und Technologie und in Annahmen über das wirtschaftliche, soziale, politische, ökologische und internationale Umfeld, in denen die technologische Entwicklungen eingebettet sein werden.

Die Ergebnisse des Projekts sind in einer Broschüre der World Future Society von Joseph Coates zusammengefaßt worden.

Bibliographische Angaben

Joseph F. Coates: "The Highly Probable Future - 83 Assumptions about the Year 2025". World Future Society. Bethesda, Maryland, USA.

Zu beziehen über

The Futurist Bookshop
World Future Society
7910 Woodment Ave., Suite 450
Bethesda, Maryland 28814, USA
Tel.: 301-6528274; Fax: 301-9510394
Preis: 3 $

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Technologische Vorausschau in Indien

Der Technology, Information, Forecasting and Assessment Council (TIFAC, siehe TA-Datenbank-Nachrichten Nr. 2, 3. Jg., Juni 1994, S. 19 bis 21) führt zur Zeit ein langfristiges Assessment and Forecasting-Programm durch und hat hierzu neun Task Forces gebildet. Die Ziele des Programms bzw. der Task Force sind die folgenden:

- Hinweise für nationale Initiativen in Forschung und Technologien für Indiens Zukunft zu gewinnen,

- Orientierungen für die Technologiepolitik und für zukunftsträchtige Investitionen der Regierung, der Privatwirtschaft und den FuE-Sektor zu erarbeiten
sowie

- zu einer abgestimmten bzw. integrierten Entwicklung der Wissenschafts- und Technologiepolitik auf nationaler und Länderebene beizutragen.

Die Task Forces verwenden einen Baukasten von Methoden: Szenario Writing, Delphi-Befragungen, Panel-Methoden, Interviews mit Experten und Brainstorming. In den Vorausschau-Prozeß sind Experten aus der Wissenschaft, der Regierung, die Industrie, der nationalen Forschungslaboratorien und aus Nicht-Regierungsorganisationen eingebunden. Es wird davon ausgegangen, daß bis zu 10 000 Personen in den Prozeß eingebunden werden.

Task Forces wurden für folgende Bereiche gebildet:

- Aviation

- Road transportation

- Electric Power

- Agro Food Processing

- Waterways

- Sensors

- Telecommunications

- Intellectual Property Rights

- Future Technology Forecast for India
up to 2020 (Vision 2020)

Die letzte Task Force hat 11 Panel für die Bereiche: Engineering Industries; Electronics and Communications; Materials and Processing; Agriculture; Strategic Industries; Services; Health care; Life sciences and Biotechnology; Infrastructure; Chemical process industries, and Driving Forces and Impediments gebildet. Die Arbeiten der Task Force sind in unterschiedlichem Bearbeitungsstand. Die Abschlußberichte der Task Forces dürften alle im Frühjahr 1996 vorliegen. Eine Kurzbeschreibung des TIFAC Foresight Programms, die für die International Association of Technology Assessment and Forecasting (IATAFI) erstellt wurde, ist bei der Redaktion erhältlich.

Für weitere Informationen

Y.S. Rayan
Executive Director
Technology Information, Forecasting and
Assessment Council (TIFAC)
Dept. of Science and Technology
Government of India
New Mehrauli Road
New Delhi 110 016, India
Tel.: + (91) 011 666073
Fax: + (91) 011 6857643/ -6863866
E-mail: shakti!vikram!tifac!rajan

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U.S. Council on Competitiveness "Critical Technologies Update"

Die US-amerikanische Council of Competitiveness, eine gemeinnützige neutrale (nonprofit, non-partisan) Organisation von führenden Vertretern aus Industrie, Hochschulen und Gewerkschaften hatte im Jahre 1991 den Bericht "Gaining New Ground: Technology Priorities for America's Future" vorgelegt. Dieser Bericht hatte sog. Critical Generic Technologies identifiziert, die für Amerikas wirtschaftliche Zukunft wichtig sind, und zugleich festgestellt, daß die USA bei einem Drittel dieser Technologien eine schwache bis sehr schwache Position einnahmen und zukünftige Trends nicht ermutigend waren. Nach dem jetzt vorliegenden Update hat sich alles stark verbessert, die USA haben Anschluß bei fast allen Technologien gefunden, bei denen sie technisch hinterherhinkten; dort, wo sie 1991 schon stark waren, haben sie ihre Position gehalten.

Die sog. critical generic technologies waren im Bericht "Gaining New Ground" in fünf Kategorien eingestuft worden:

1. Materials and associated processing technologies

2. Engineering and production technologies

3. Electronic components

4. Information technologies

5. Powertrain and propulsion technologies.

Unter diesen fünf Kategorien wurden dann jeweils bis zu 30 Einzeltechnologien unterschieden.

Das jetzt vorliegende Update weist der USA in den Bereichen Biotechnologie, Umwelttechnik und Informationstechnik eine unbestrittene Führungsposition zu. Allerdings spricht die Studie auch von einer zunehmenden internatinalen Konkurrenz. Europa sei wettbewerbsfähig im Bereich der Chemie und der Pharmazeutik und beginne die Position der USA in der Biotechnologie anzugreifen. Neben Japan und europäischen Ländern träten zunehmend andere Länder als ernsthafte Konkurrenten auf, so z.B. Indien im Software-Bereich, und die süd- und ostasiatischen Länder, die sich sehr schnell entwickelten.

Die Studie hat auch einige neue kritische Technologien identifiziert, die sich u.a. auf die Informationsinfrastruktur, kürzere Produktzyklen und die Miniaturisierung von Produkten beziehen. Im einzelnen genannt werden Multimedia, Kompressionstechnologien, wiederverwertbare Software, schnelle Prototypenfertigung, Brennstoffzellen und Mikromechanik.

Die Ergebnisse resultieren aus einer Befragung von technischen Führungskräften aus Industrie, Hochschulen, Gewerkschaften, Industrieverbänden und FuE-Einrichtungen und von Repräsentanten aus staatlichen Verwaltungen und Forschungseinrichtungen. Die Befragung wurde innerhalb von zwei Monaten im Frühjahr 1994 durchgeführt. Es beteiligten sich 160 Experten, die weiteren Sachverstand in ihren Einrichtungen einholten.

Bibliographische Angaben

Council on Competitiveness: "Critical Technologies Update 1994. September 1995.

Zu beziehen über

Publications Office
Council of Competitiveness
90017th Street, NW, Suite 50
Washington, D.C. 20006
Tel.: (202)785-3990; Fax: (202)785-3998
Preis: 10 $ und 3,50 Versand (overseas)

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Das Institute for Prospective Technological Studies (IPTS) der Europäischen Kommission

Mit Beginn des Jahres 1995 und einer modifizierten Aufgabenstellung ist das Institute for Prospective Technological Studies (IPTS) der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Union von Ispra (Italien) nach Sevilla (Spanien) umgesiedelt. Aufgabe des Instituts ist die Beobachtung und Verfolgung des technischen Wandels, insbesondere hinsichtlich seiner Wechselbeziehungen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Anfangs wird sich das IPTS mit Technologien in den Bereichen Energie, Umwelt, _Informationsverarbeitung, Biologie und Materialien beschäftigen. Später ist eine Ausweitung der Thematik auf das Gesamtspektrum der Technik vorgesehen.

Besondere Vorteile des Instituts sind seine gleichzeitige Verwurzelung in der EU Kultur und eine besondere Sensibilisierung für das Handeln und die Politik der EU. Dies ermöglicht Brückenschläge zwischen den verschiedenen Handlungsfeldern der EU und trägt zur Schaffung einer einheitlichen Wissensbasis bei, die allen beteiligten Akteuren zur Verfügung steht.
Ziel der Arbeit des Instituts ist nicht so sehr die wissenschaftliche Forschung wie die Unterstützung von Entscheidungsträgern bei der Bewältigung des sozio-technischen Wandels.

Hauptadressat für die Arbeit des IPTS ist die Europäische Kommission insgesamt und insbesondere die Kommissarin für Wissenschaft und Technik. Die Entscheidungen, die von diesem Gremium getroffen werden, stehen im Brennpunkt der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung und ergänzen die Entscheidungen auf nationaler Ebene.

Indirekte Adressaten der Arbeiten des IPTS sind deshalb all diejenigen, die solche Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene vorbereiten, z.B. Kommissionsdienststellen und Einrichtungen in den Mitgliedsstaaten.

Der Auftrag des Instituts läßt sich in drei größere Blöcke aufteilen:

Technikbeobachtung (Technology Watch). Dieser Auftrag ermöglicht den schnellen und zuverlässigen Zugang zu bestehenden technischen Informationen, ihrer Verarbeitung und Verteilung mit der Absicht des Aufmerksammachens der europäischen Entscheidungsträger auf wichtige Ereignisse und Trends mit beachtenswerten sozialen, ökonomischen oder politischen Folgewirkungen. Das Institut strebt die Befriedigung des viel breiteren Bedürfnisses nach einer wahrhaft europäischen Wissenschafts- und Technikbeobachtung an, indem es auf ein Netzwerk ähnlicher Einrichtungen auf Ebene der Mitgliedsstaaten zurückgreift. Alle interessierten Partner teilen sich die Verantwortung für die Beobachtung der technischen Entwicklung im Rahmen eines joint ventures, um sämtliche in technologischer Hinsicht relevante, bedeutsame und herausragende Ereignisse wahrnehmen zu können.

Technik, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Da die Beschäftigung eines der Hauptinteressen von EU Einrichtungen und der Gesellschaft insgesamt ist, ist der Komplex Technik-Beschäftigung-Wettbewerbsfähigkeit die Triebkraft hinter sämtlichen Aktivitäten des IPTS. Dies läuft auf die Identifikation aussichtsreicher Techniken und die Analyse ihres Potentials hinsichtlich der Schaffung neuer Arbeitsplätze, des wirtschaftlichen Wachstums und des gesellschaftlichen Wohlbefindens hinaus. Zusammenstellungen realer Erfahrungen und Analysen werden die Vorzüge und Nachteile sämtlicher erkennbarer Optionen zur Befriedigung des Bedarfs und zur Lösung der Probleme der EU ansprechen. Deshalb wird sich das IPTS in vorausschauenden Studien mit spezifischen Themenstellungen befassen, die sich an einer bestimmten Technologie (z.B. Biotechnologie), einer bestimmten Fragestellung (z.B. individuelle Mobilität) oder Querschnittsaspekten orientieren können. In diesem letzten Feld sind Arbeiten mit regionalen Aspekten (z.B. bezogen auf den Mittelmeerraum) denkbar, sowohl im Rahmen von integrierten Entwicklungsplänen als auch hinsichtlich des Potentials erneuerbarer Energiequellen oder der mit Wasserversorgung verbundenen Probleme.

Arbeit auf Anforderung (Auftragsforschung). Auf konkrete Anforderung führt das IPTS Arbeiten durch zur Unterstützung anderer Kommissionsdienststellen und von EU Einrichtungen als Material für deren Entscheidungsprozesse und/oder Umsetzungsprozesse. Diese Arbeiten sind vollständig mit den übrigen Aktivitäten integriert und profitieren von den Arbeiten zum Technology Watch und den vorausschauenden Studien.

Die Aufgabe erfordert drei wichtige Komponenten:

_ Erstens, Arbeit und Dialog gemeinsam mit den Entscheidungsträgern, um deren Problem zu verstehen, zugrundeliegende Annahmen zu hinterfragen, die Bedürfnisse der Entscheidungsträger besser verstehen zu können und die Informationen auf deren Bedürfnisse hin maßzuschneidern.

_ Zweitens muß das IPTS mit den Akteuren zusammenarbeiten, um von deren reichhaltigem Wissen zu schöpfen und es verstehen zu können und um einen Dialog zwischen den verschiedenen Kräften zu speisen, die am Wandel beteiligt sind.

_ Drittens muß das IPTS mit der Scientific Community und anderen Institutionen zusammenarbeiten, um die Wissensbasis zu verbreitern und um eine Qualitätskontrolle und strenge Wissenschaftlichkeit der bereitgestellten Informationen zu gewährleisten.

Das Institut gibt einige Produkte heraus:

_ Erstens, und am wichtigsten, das monatliche Bulletin zum Technology Watch, das zehn mal jährlich erscheinen soll. Dies enthält die Hauptergebnisse der Technology Watch Tätigkeit und richtet sich hauptsächlich an Entscheidungsträger, obwohl es breit gestreut wird.

_ Zweitens, Prospective Notes, die bei Bedarf erscheinen werden, um auf bestimmte Entwicklungen aufmerksam zu machen. Ziel der Prospective Notes ist nicht lediglich eine Information über die Arbeitsfelder des IPTS, sondern auch die Anregung eines aktiven Dialogs zwischen dem Institut und seinen Auftraggebern. Deren Rückmeldungen sind unabdingbar für die Arbeit des Instituts, die beteiligten Akteure und die Scientific Community.

_ Drittens, Dossiers und Syntheseberichte zu sämtlichen Arbeitsgebieten des Instituts, seien es gründliche Abschätzungen von Techniken, Vergleiche zwischen Regionen oder Ländern, Stärken und Schwächen entstehender Technologien, State-of-the-Art Berichte, Berichte zu eigener Forschung zu Technik und Beschäftigung oder Berichte über Auftragsforschung. Soweit wie möglich, wird diese Information kostenlos veröffentlicht werden und für einen möglichst breiten Kreis von Auftraggebern und sonstigen Interessierten erhältlich sein.

_ Viertens, regelmäßige Berichte zu Technik, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit, die horizontale Analysen dieses Querschnittsproblems enthalten und operationale Schlußfolgerungen, die sowohl aus den eigenen Analysen des IPTS gezogen werden, als auch und vor allem aus der großen Menge von Informationen, die von anderen Institutionen erzeugt werden, die sich mit diesen Themen befassen.

Schließlich wird das IPTS Antworten auf spezifische Fragen geben, die an das Institut vom verantwortlichen Kommissionsmitglied für Wissenschaft und Technik ad-hoc weitergeleitet werden.

(M. Rader, ITAS, nach Selbstdarstellung des ITPS in englischer Sprache)

Kontakt

European Commission
Institute for Prospective
Technological Studies
WTC, Isla de la Cartuja s/n
E-41092 Sevilla
Tel.: + 34 5 4488 282
Fax: + 34 5 4488 279

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ESTO - Das European Science and Technology Observatory des IPTS

Vor kurzem hat das Institute for Prospective Technological Studies (IPTS - siehe vorangehenden Beitrag) der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU die ersten Schritte zur Gründung des European Science and Technology Observatory (ESTO) unternommen. Diese Einrichtung greift auf den Netzwerkgedanken zurück.

Die Ratsbeschlüsse zum Vierten Rahmenprogramm der EU sehen unter anderem die Gründung des European Technology Assessment Network (ETAN) vor, zu dem auch ESTO gehören soll. Den Auftrag zur Gründung und Koordinierung von ESTO erhielt gemäß Ratsbeschluß das IPTS in Sevilla.

ESTO soll jener Teil des Europäischen TA-Netzwerks sein, der sich mit Technology Watch befaßt. Ziel des Technology Watch ist die Früherkennung von wissenschaftlichen Durchbrüchen, Trends und Ereignissen, die zur technischen Innovation führen können. Adressat dieser Tätigkeit sind die Entscheidungsträger der EU, die auf die Implikationen und Folgen dieser wissenschaftlichen Durchbrüche aufmerksam gemacht werden sollen, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit von Maßnahmen auf Europäischer Ebene. Die zuständige Kommissarin, Mme. Edith Cresson, hat dies kürzlich betont: Der Auftrag des IPTS ist die Sammlung, Verarbeitung und Verteilung von sämtlichen Informationen über technologische Entwicklungen und deren Nutzungsweise in Europa und der übrigen Welt, insbesondere bei unseren großen industriellen Konkurrenten und deren Verteilung an europäische Entscheidungsträger.

Dazu will das Institut sehr frühzeitig zuverlässige und hochwertige Informationen bereitstellen. Diese umfassen beispielsweise Informationen zu möglichen Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommen in den betroffenen Sektoren bzw. der Gesamtwirtschaft, eine Identifikation der beteiligten Akteure und deren Interessenlagen, eine Analyse tatsächlicher und fehlender Handlungen auf diesem Gebiet in Europa sowie das Einordnen in eine weltwirtschaftliche Perspektive. Die Technology Watch Funktion läuft auf die Aufbereitung vorliegender Informationen hinaus in der Absicht, sämtliche bekannte Alternativen zum Erreichen vereinbarter Ziele aufzuzeigen.

Dies wird zum allmählichen Aufbau eines Wissensfundus führen, der vom IPTS und seinen Partnern genutzt werden kann, um künftige Analysebereiche oder Handlungsfelder zu erkennen.

Um diese Informationen in einer für Entscheidungsträger nützlichen Form aufzubereiten, wird das IPTS auf ein komplexes Netzwerksystem zurückgreifen. Das IPTS unterscheidet dabei eine ganze Anzahl von Netzwerken nach Funktion, d.h. Themenorientierung bzw. Projekt- oder Problemorientierung, und organisatorischer Zugehörigkeit der Mitglieder, d.h. Kommissionsdienststellen oder externe Organisationen.

So soll es auf der Ebene der Kommissionsdienststellen das COM-Net geben, das aus Vertretern der Kommissionsdienststellen besteht, die mit Forschung und Entwicklung zu tun haben. Ziel dieses Netzes ist letzten Endes die Pflege der Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen zwischen dem IPTS und den Dienststellen, die Adressaten seiner Ergebnisse und Produkte sind. Obwohl es jährlich eine Zusammenkunft des gesamten COM-Nets geben soll, wird der Hauptteil der Arbeit in thematisch orientierten Untergruppen stattfinden.

Das DELEG-Net soll mit Drittländer-Delegationen der Kommission zusammenarbeiten, um sie zur Versorgung des IPTS mit relevanten Informationen zu stimulieren, vor allem über Ereignisse an Brennpunkten wie den USA, Japan, China, Südostasien.

Zu den aus externen Organisationen bestehenden Netzen gehört vor allem das bereits erwähnte European Science and Technology Observatory Network (ESTO). Auch die Arbeit dieses Netzes soll vornehmlich in thematisch orientierten Untergruppen stattfinden, die den Hauptarbeitsgebieten des IPTS zugeordnet werden, also gegenwärtig Energie, Transport, Informationstechnik, Biotechnologie, Umwelttechnik usw. IPTS-Mitarbeiter haben die Aufgabe, diese Netze zu koordinieren. Ziele der thematischen Netze sind die Vergrößerung der Informationsbasis, die Vermeidung von Doppelarbeit und die Bereitstellung eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Diskussionsforums.

Mit der Schaffung dieses Netzes will das IPTS mit den wichtigsten, gutinformierten Akteuren zu aktuellen Themen ins Gespräch kommen, die Kriterien für die Auswahl und Bearbeitung vorhandener Themen formulieren und die Qualität seiner eigenen Ergebnisse sicherstellen.

ESTO soll zum Instrument der Unterstützung sämtlicher Arbeiten des IPTS ausgebaut werden, beginnend mit dem monatlichen Bulletin zum Technology Watch.

Von den teilnehmenden Institutionen wird erwartet, daß sie in aller Regel die benötigten Informationen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Mitgliedschaft soll jedoch auf eine überschaubare Anzahl von Institutionen beschränkt bleiben, die potentielle Partner des IPTS und der Kommission bei umfassenderen Projekten und Detailstudien darstellen. Dazu kommen noch die Vorteile der Teilnahme an Netzwerkaktivitäten und der heiße Draht zur Kommission.

Auch für ESTO ist eine jährliche Plenarsitzung vorgesehen. Allerdings gibt es während der Einführungsphase des Bulletins (bis zur Mitte 1996) ein CORE-Net, das aus zehn Institutionen besteht und das IPTS ständig berät.

Je nachdem, welche Technik und welche Thematik gerade auf der Tagesordnung des IPTS und des ESTO steht, können Experten aus der breiteren Scientific Community in die thematischen Netze einbezogen werden. Diese Funktion soll durch entsprechende Angebote auf der WWW-Seite des IPTS unterstützt werden.

Schließlich soll es projektspezifische Netzwerke geben, die sich um besonders aktuelle Themen bilden, mit denen sich das IPTS befassen muß. Die Themen erfordern ein gewisses Maß an Forschung oder Informationssuche über einen bestimmten Zeitraum und dienen einigermaßen präzise formulierbaren Zwecken. Die Zusammensetzung derartiger Netze richtet sich nach dem Bedarf und kann die Beteiligung von Kommissionsdienststellen, IPTS-Mitarbeitern, Vertretern der Industrie, Mitgliedern von ESTO und anderen Experten bedeuten. Diese Netzwerke werden nur zeitlich befristet bestehen und nach Erfüllung ihrer Aufgabe aufgelöst.

(M. Rader ITAS, nach Unterlagen des IPTS)

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The Observatoire des Sciences and des Techniques (OST), Paris

OSTs primary objective is to produce indicators on French science, technology and innovation activities. These indicators must assess the S&T system at both regional and national levels in their European and international contexts and provide a strategic approach for decision makers, pointing out its dynamics, strengths and weaknesses.

OST was created in 1990 as the result of an initiative from the French Ministry of Research. It has the status of a Groupement d'intérêt public (GIP), formed by thirteen institutions, including six ministries, six public research organisations and the National Association of Technical Research (ANRT). These institutions are each represented on OST's Board of Administration, which is responsible for OST's funding and staffing.

A Scientific Committee (Chairman, M. Michel Callon of the Centre de sociologie de l'innovation at the Ecole des mines de Paris) comprises nine French or overseas experts and advises OST on its work programme.
OST has eight permanent staff members with Rémi Barré as Director.

OSTs work programme consists of:

_ updating and improving the OST database which is composed of data from national inquiries on public research, industry, innovation and higher education, from OECD, EUROSTAT data, as well as scientific publications, patents, international trade data, OST processes this data in order to produce indicators on specific topics,

_ undertaking finalised research on methodology and on the functioning of the S&T system, in collaboration with academic and private institutions,

_ coordinating working groups on topics of common interest of its member institutions for harmonising data on research activities and results.

OST has the following publications and products:

_ the report "Science et technologie - indicateurs" is published every two years and presents the situation of science and technology in France, in comparison with Europe and the rest of the world,

_ the OST Newsletter - "La Lettre OST", produced every term presents indicators on specific subjects,

_ the "Cahiers de l'OST" provides information on studies focusing on methodology, indicators and science-technology-innovation policy.

OST also produces databases of indicators for the specific needs of its member institutions.

Finally, OST contributes to the debates on public research policy through the organisation of workshops and conferences.

(Source: OST Flyer)

Contact

Rémi Barré, Director
Observatoire des Sciences et des Techniques
93, rue de Vaugirard
F-75006 Paris
Tel.: +33-1-42 22 30 30
Fax: +33-1-45 48 63 94


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