TA-Institutionen und -Programme

META: A new institutional actor in the Greek TA/TF scene
by E.G. Koukios, Y. Katsoulakos and C. Stamos

Das Institut für Technik und Gesellschaft (ITG) am TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien
von K. Tacke, R. Tschiedel, Th. Becker

PIAS - The Prague Institute of Advanced Studies
by Peter Pechan

IHDP-Sekretariat nach Bonn

Stiftung CAESAR - Center of Advanced European Studies and Research


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META: A new institutional actor in the Greek TA/TF scene

by E.G. Koukios, Y. Katsoulakos and C. Stamos

META is a joint research programme of the National Technical University of Athens (NTUA) and the Athens University of Economics and Business (AUEB). It was established in 1995, when its bylaws were approved by the Senates of both Universities. The acronym stands for MEthodologies for Technology Analyses and Strategy, and is intended to underline the particular approach of the subject in question adopted by the new programme.

The decision to establish META was based on the recognition of the increasing importance of technology assessment (TA) and forecasting (TF) in supporting technology-related decision- and policy-making, in conjunction with the lack of appropriately targeted research units in this country. META's central objective is to promote TA/TF activities in Greece, through (1) the development of necessary human and material resources, (2) investigation of driving forces and barriers in less developed areas, and (3) systematic application of methodologies for strategic planning at institutional, regional, national, European levels, and (4) electronic networking and communication.

Activities

META comprises a broad spectrum of activities, including field and desk research; education and training; consulting for public and private organizations; organization of conferences and workshops; networking at national, European and global levels; and various public awareness and information-oriented actions. Funds to support these activities come from both, external sources and the two collaborating Universities.

META operates as a joint academic Programme, managed by a Director and a Deputy Director, appointed by the two collaborating institutions, and co-ordinated by a 4-member Board, consisting of the Director, the Deputy Director, and the Rectors or one of the Vice-rectors from each University. Contacts with faculty members and the scientific community are maintained through a 15-member Scientific Council. The programme staff consists of scientists associated to specific META projects, through fixed-term contracts.

Human Links

Several Greek experts are already linked to META activities, including a number of professors from the two universities; the following TA/TF areas are covered: technology strategy, technology & society, industrial & energy economics, design of technology systems; economic theory of technology policy, R&D policy, technology management, information technology, environmental economics. In addition, META scientists collaborate with several TA-related research units in EU countries (Austria, Denmark, Italy, United Kingdom). META is a member of the European Technology Assessment Network (ETAN; Brussels) and the TA/TF Networks of the European Science and Technology Observatory (ESTO; Seville/Spain).

(Source: Second International Conference of the International Association for Technology Assessment and Forecasting Institutions, Book of Abstracts)

Contact

Emanul G. Koukios
META
National Technical University of Athens
Department of Chemical Engineering
Zografon Campus, GR15700
Athens - Greece
Tel.: + 30-1-772319
Fax: + 30-1-7723198
E-mail: koukios@orfeas.chemeng-mtua.gr


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Das Institut für Technik und Gesellschaft (ITG) am TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien

von K. Tacke, R. Tschiedel, Th. Becker

In diesem Beitrag wird zunächst eine Einführung in die Grundsätze des TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien und die Aufgabenstellungen des Instituts für Technik und Gesellschaft (ITG) des TaT gegeben. Daran schließt sich eine Übersicht über wichtige bisherige und aktuelle Aktivitäten des ITG im Bereich Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und Technikgestaltung an. Am Beispiel des Projektes "Technikfolgenabschätzung Mikrosystemtechnik", das vom TaT in Kooperation mit MST Aerospace Köln, durchgeführt wurde, wird sodann das Konzept einer "innovationsorientierenden" Technikfolgenabschätzung ausführlicher dargestellt.

Grundsätze

Das Transferzentrum für angepaßte Technologien (TaT) ist eines der jüngeren Technologiezentren in der Bundesrepublik Deutschland und wurde in den Jahren 1991 und 1992 mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen errichtet und seitdem ausgebaut. Es unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der internationalen Zusammenarbeit und bei der Entwicklung, Markteinführung und Marktdurchdringung umwelt- und sozialverträglicher ("angepaßter") Produktionsverfahren und Produkte. Neben Einrichtungen zur Beratung, Qualifizierung und Demonstration hat das TaT dazu das "Institut für Technik und Gesellschaft" (ITG) als interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut aufgebaut.

Neben Fragen des technischen Funktionierens, der Kosten / des Preises und der Warenästhetik werden an Produktionsverfahren und Produkte zunehmend auch Anforderungen der Umwelt- und Sozialverträglichkeit betrieblich und marktrelevant.

Im Rahmen der Zielsetzung des TaT gehört es zu den wichtigsten Aufgabenstellungen des ITG,

Um hierzu relevante und wissenschaftlich fundierte Aussagen machen zu können, ist es erforderlich, (neben den üblichen Marktpotentialstudien) Studien und darüber hinausgehende Unterstützungen zu organisieren und anzubieten, dazu gehören:

Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und (Unterstützung von) Technikgestaltung geschehen insofern im ITG innovationsorientiert (als gezieltes Verfahren im Rahmen von sozialen und technischen Innovationsprozessen) und innovationsorientierend (als Optimierung von Produktionsverfahren und Produkten hinsichtlich ihrer Umwelt- und Sozialverträglichkeit). Sie geschehen als Beratung (Studien), Mediation (verfahrensbegleitend und -unterstützend) und als Methoden- und Verfahrensweiterentwicklung.

Überblick über wichtige bisherige und aktuelle Aktivitäten des ITG im Bereich Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und Technikgestaltung

Die folgende zusammenfassende Übersicht zeigt einen Ausschnitt der bisherigen und aktuellen Aktivitäten des TaT innerhalb des Themenbereiches Technikfolgenabschätzung, -bewertung und -gestaltung.

Vergleichende Lebenszyklusanalyse Schmier- und Verfahrensstoffe

Obwohl aufgrund vor-wissenschaftlicher Vermutungen erst einmal anzunehmender Vorteile hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit, haben biogene, leicht abbaubare, also wahrscheinlich umweltschonende(re) Schmier- und Verfahrensstoffe gegenüber eingeführten mineralölbasierten Stoffen (Schwerpunkt Hydraulikflüssigkeiten) am Markt mit erheblichen Akzeptanzproblemen zu kämpfen.

Das Thema ist landwirtschaftspolitisch und umweltpolitisch außerordentlich relevant, aber auch - wegen der bisherigen Marktsituation - durchaus brisant.

Die Studie zielte darauf ab, Grundlagen für eine vergleichende Lebenszyklusanalyse von Schmier- und Verfahrensstoffen auf Mineral- und Rapsölbasis zu erarbeiten.

In diesem Sinne stand die Überprüfung der Annahme, daß mineralölbasierte Stoffe umweltschädlicher und damit auf die Dauer volkswirtschaftlich nachteilig seien, im Mittelpunkt des Untersuchungsinteresses.

Exemplarisch sollte zugleich das Instrument der vergleichenden Lebenszyklusanalyse evaluiert und weiterentwickelt werden.

Durchgeführt wurden im wesentlichen Aktenanalysen und Expertenbefragungen im Sinne des von Hülsmann und Tschiedel entworfenen und von Becker weiterentwickelten Objektinterviews. Die Methode konnte weiterentwickelt, die Hypothese wesentlich bestätigt werden.

Es handelte sich um eine traditionelle Studie im Sinne dezisionistisch orientierter Politikberatung. Die Wirksamkeit seiner Ergebnisse muß im wesentlichen in der Stützung der politischen Argumentation und der begleitenden Betreuung von Unternehmen gesehen werden, die den Einsatz umweltschonender Schmier- und Verfahrensstoffe nachweislich ausweiten konnten.

(Abgeschlossen; Unterstützung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn).

Feldversuche zum Einsatz von "Bioöl" als Hydraulikflüssigkeit bei kommunalen Bauhöfen und Straßenmeistereien

Mit dem Ziel, die Einsatzfähigkeit umweltschonender Schmier- und Verfahrensstoffe zu überprüfen und die entsprechenden Flüssigkeiten zu optimieren, begleitete das ITG einen umfangreichen Feldversuch bei kommunalen Bauhöfen und Straßenmeistereien sowie kleiner und mittlerer Unternehmen. Weiteres Ziel war es, durch entsprechende Maßnahmen, die überprüften Einsatzmöglichkeiten bekanntzumachen.

Es handelt sich um eine kombinierte politikberatende und akzeptanzfördernde Maßnahme, in die neben der Feldversuchsorganisation und -begleitung gezielte Akzeptanzstudien und eine Entsorgungsstudie eingebunden waren und sind.

Die Studie hat insofern exemplarischen Charakter, als sie typische Akzeptanzhemmnisse bearbeitet:

(Laufend; Unterstützung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn)

Akzeptanzerhöhung

Inhaltlich und faktisch nahe angegliedert ist ein Projekt zur Akzeptanzerhöhung umweltschonender Schmier- und Verfahrensstoffe durch Ausarbeitung von Beschlußvorlagen und die Durchführung moderierter Veranstaltungen.

(Laufend; Förderung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn)

Technikfolgenabschätzung Virtual Reality

Thematischer Gegenstand der Untersuchung ist eine systematische Betrachtung der prognostizierbaren technischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Verbreitung von Virtual-Reality-Systemen in unterschiedlichen Lebens- und Produktionsbereichen. Ebenso wie die Studie zur Mikrosystemtechnik (s.u.) wurde dieses Projekt in Kooperation mit MST Aerospace Köln bearbeitet.

Als vorrangig vor der thematischen Aufgabenstellung muß die Zielsetzung des Aufbaus einer Sachverständigenkapazität für Technikfolgenabschätzung und -bewertung in NRW im Transferbereich zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie im interdisziplinären Verbund angesehen werden.

Die in diesem Rahmen etablierte Kapazität soll sowohl selbst Politikberatung leisten als auch weitere konkrete Projekte hinsichtlich Fragen der Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und Technikgestaltung beraten und durchführen. Zu diesem Zweck wurde ein dynamisches Netzwerk konzipiert (und am Thema exemplarisch) "in Anspruch genommen".

Die VR-Technologie wurde vor dem Hintergrund verschiedener Kriterien als Thema für eine TA-Untersuchung ausgewählt. Es handelt sich nicht nur um eine komplexe und innovationsträchtige Technologie mit möglichen Einsatzeffekten in unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen, sondern auch mit abschätzungsbedürftigem hohen Forschungs- und Entwicklungsbedarf in diversen Disziplinen.

Die gegenstandsbezogenen Fragestellungen konnten - mit Hilfe des herangezogenen Netzwerks - bis hinein in Handlungsempfehlungen entwickelt werden.

Für das Verfahren muß festgestellt werden, daß in einem derartigen Entwicklungsfeld die angestrebte Betroffenenbeteiligung kaum aktivierbar ist. Demgegenüber bewährt sich die Bildung von themenbezogenen Netzwerken, welche über Befragungen und Workshops aktiviert und "nutzbar gemacht" werden können. Trotz ausgearbeiteter Handlungsempfehlungen ist davon auszugehen, daß wegen fehlenden Handlungsdrucks der Einfluß auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen im vorliegenden Fall eher gering ist.

(Abgeschlossen; Förderung: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf)

Koordination des Projekts "Strukturwandel durch Organisationsentwicklung und Qualifizierung in kleinen und mittleren Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie"

Einen erheblich stärker prozeßbegleitenden moderierenden und orientierenden Charakter hat das laufende Projekt zur Textil- und Bekleidungsindustrie. Hier geht es um durch betriebliche Reorganisation und Qualifizierung erzielbare Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Traditionell hat die Textil- und Bekleidungsindustrie zur wirtschaftlichen Entwicklung im Münsterland beigetragen. U.a. internationale Rahmenbedingungen, notwendig gewordene Produktionsverlagerungen ins Ausland und nicht zuletzt die sich anbietende Umstellung auf Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen haben die Branche vor neue Herausforderungen gestellt. Der Anpassungsprozeß an strukturelle Veränderungen erfordert geeignete Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Das (laufende) Projekt soll dazu beitragen, bedrohte Arbeitsplätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie des Münsterlandes insbesondere durch Qualifizierungsmaßnahmen und Maßnahmen der Organisationsentwicklung (Reorganisation) zu sichern. Vor dem Hintergrund der skizzierten Projektziele beziehen sich die vorgesehenen betriebsinternen sowie -übergreifenden Maßnahmen (Defizitanalysen, Qualifizierungs- und Reorganisationsempfehlungen, Innovationsseminare, Transferworkshops) auf eine innovationsbegleitende Organisations- und Technikgestaltung, die insbesondere auch partizipationsorientierte Elemente integriert (Stichwort "Mitarbeiter-/Mitarbeiterinnenbeteiligung").

An dem Projekt sind neben dem TaT auch die Technologieberatungsstelle beim DGB, Regionalstelle Münster, das Berufsfortbildungswerk Rheine und die DIALOG-Gesellschaft für Bildung und Entwicklung, Greven, beteiligt. Das Projekt wird durch einen Beirat begleitet, der sich u.a. aus Vertretern von Verbänden, Gewerkschaften, Einrichtungen der Wirtschaftsförderung zusammensetzt.

(Laufend; Förderung: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf).

Methodenentwicklung

Ein weiteres aktuelles Projekt - das "Verbundprojekt Innovationsorientierte Technikfolgenabschätzung und -gestaltung in NRW" - wurde bereits in der letzten Ausgabe der TA-Datenbank-Nachrichten [Nr. 3, Okt. 1996] vorgestellt. Dieses Projekt führt das TaT in Kooperation mit der FernUniversität Hagen und dem Sekretariat für Zukunftsforschung, Gelsenkirchen, durch. Ausgangspunkt für dieses Verbundprojekt sind die im Rahmen der Erstellung der Dokumentation "Technikfolgenforschung NRW 1995" festgestellten Defizite im Bereich der Methoden der Technikfolgenabschätzung: "Das Ziel des Verbundprojektes ist es, einen Beitrag zur qualitativen Verbesserung von TA-Dokumentationen zu leisten, die Durchführung von TA-Studien in Wirtschaftsunternehmen effizienter zu gestalten und einen gezielten Zugang zum aktuellen Forschungsstand im Bereich Technikfolgenabschätzung zu erleichtern." (ebenda, S. 55)

(Laufend; Förderung: Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf)

TA Mikrosystemtechnik - Methode und Ergebnisse

Mikrosysteme sind Verheißung auf neue faszinierende Anwendungsmöglichkeiten von Technik, getrieben zum Beispiel von Leitbildern wie der minimal invasiven Medizin. Dabei ist die aktuelle Entwicklungsarbeit alles andere als spektakulär - nicht wegen ihrer technischen Innovationsmöglichkeiten und der geleisteten Forschungsarbeit - aber die Anwendung der Technologie ist bisher nicht schlagzeilentauglich.

Es handelt sich um ein typisches Beispiel für die Notwendigkeit technikinduzierter TA: Für ein wissenschaftlich und technisch gut entwickeltes "Produkt" werden marktfähige Anwendungspotentiale gesucht. Die Anwendungspotentiale können, wenn sich denn jemand dafür interessiert, hinsichtlich ihrer sozialen und ökologischen Folgen abgeschätzt werden.

In der vorherrschenden Sichtweise werden solche Überprüfungen nach wie vor als drohende Aussagen zu technikverhindernden oder -verzögernden Argumentationen gesehen. Im vorliegenden Projekt, das vom Institut für Technik und Gesellschaft in Kooperation mit MST Aerospace Köln durchgeführt wurde, ging es vor allem um zweierlei:

In der Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten liegen die besonderen Chancen und Risiken der Mikrosystemtechnik. Als Schlüsseltechnologie ist sie Grundlage in zahlreichen anderen technologischen Bereichen und wird dort die Entwicklung nachhaltig beeinflussen.

Um die Entwicklungsmöglichkeiten der Mikrosystemtechnik abzuschätzen, wurden im Rahmen von Experteninterviews bisherige Hemmnisse und treibende Faktoren identifiziert und gleichzeitig bisherige Maßnahmen zur Unterstützung der Technologieentwicklung analysiert; ebenfalls wurden die Ergebnisse umfangreicher Literaturanalysen herangezogen. Gleichzeitig wurde in Hinblick auf technologische Leitbilder eine Interessengruppenbefragung durchgeführt. (Zu den Konzepten der Betroffenenbeteiligung vgl. auch Becker 1996) Die gewonnene Zielgewichtung gab unter Berücksichtigung von Ergebnissen ähnlicher Studien wesentliche Trends wieder. Insbesondere waren für die befragten Interessengruppen die Bereiche Wiederherstellung der physischen oder psychischen Gesundheit im Krankheitsfall und die Erhaltung des Gesundheitszustandes zusammen mit dem Bereich der Verbesserung der physischen Umweltqualität besonders wichtig. Diese drei Interessenbereiche heben sich von den restlichen Zielen deutlich ab.

Eine Zuordnung der erwarteten positiven und negativen Effekte auf Grundlage der Experteninterviews ergab eine Korrelationsmatrix, die Ausgangspunkt für die Identifikation der Entwicklungslinien mit den weitreichendsten Auswirkungen war. Unter mehreren Einsatzbereichen wurden insbesondere Kommunikations- und Gebrauchsgütertechnik, Umwelttechnik, Gebäudetechnik, Luft- und Raumfahrt, Sicherheitstechnik, Medizintechnik, Fertigungs- und Verfahrenstechnik, Kraftfahrzeug- und Verkehrstechnik betrachtet. Je Anwendungsbereich wurde eine Folgenanalyse auf Grundlage der Experteninterviews und der Literaturanalyse durchgeführt - besonders wichtige Aspekte ergaben sich durch die Auswertung, ob bestimmte Effekte den erhobenen Zielvorgaben zuwiderlaufen oder deren Erreichung unterstützen.

Neben der Folgenidentifizierung war auch die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen Ziel der Analyse; sowohl für einzelne Unternehmen als auch für staatliche Förderprogramme gibt es spezifischen Handlungsbedarf. Gerade an Unternehmen werden erhebliche Anforderungen hinsichtlich ihrer Risikobereitschaft gestellt, die durchaus die Finanzierungsmöglichkeiten von Einzelunternehmen übersteigen können. Dadurch ergibt sich einerseits ein Zwang zur Kooperation mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, andererseits können sinnvolle Teil- oder Zwischenlösungen angestrebt werden, die durchaus auch jetzt schon gewinnbringend vermarktet werden können, um Investitionsbarrieren herabzusetzen. Dabei werden auch neue Anforderungen an Kooperations- und Organisationsmodelle gestellt, auf die sich beteiligte Unternehmen einstellen müssen (vgl. Altmann 1994, 76 f.).

Als politische Handlungsmöglichkeit wurde insbesondere die Einrichtung von längerfristig angelegten Leitprojekten vorgeschlagen, die unterschiedliche Entwicklungslinien integrieren können. Die sinnvollerweise - gerade in Nordrhein-Westfalen - dezentral angelegten Kompetenzzentren für TA-Studien zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten können und sollten nach den Erfahrungen des ITG mit seinen unterschiedlichen Studien, von denen hier eine Auswahl vorgestellt wurde, organisiert werden über ein TA Basisnetzwerk (z.B. AKTAB NRW) [siehe TA-Datenbank-Nachrichten Nr. 1, März 1996] und durch schnell aktivierbare themenspezifische Netzwerke (zum Beispiel über das ITG im TaT für Fragen der innovationsorientierten und innovationsorientierenden umwelt- und sozialverträglichen Technologien).

(Das Projekt wurde durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, gefördert; der Abschlußbericht wurde Ende 1993 vorgelegt.)

Ausblick

Das vorgestellte Konzept von Technikforschung ist noch nicht "Akzeptanzstand" bei potentiellen Nachfragern am Markt. Dies ist jedoch eine Notwendigkeit angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungslinien. Deshalb geht das ITG davon aus, daß mit der Umsetzung solcher Konzepte nicht gewartet werden darf. Im Gegenteil, das ITG wird daran arbeiten, die Notwendigkeit und Problemlösungsadäquanz von innovationsorientierter und innovationsorientierender Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und Technikgestaltung im Sinne umwelt- und sozialverträglicher Technologieentwicklung methodisch, inhaltlich und nachfrageorientiert weiterzuentwickeln, bekanntzumachen und durchzusetzen.

Wer an einer solchen Zusammenarbeit interessiert ist, ist eingeladen, sich an den skizzierten Netzwerken zu beteiligen.

Literatur

Altmann, Thomas (1994):
Technikfolgenabschätzung und Bewertung von Mikrosystemen.
Zukünfte Nr. 8, 5/94, S. 74-77.

Becker, Thomas (1996):
Netzwerke als Instrumente einer Technikfolgenabschätzung und -bewertung.
Soziale Technik 2/96, S. 13-15.

MST Aerospace; TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien (Hrg.) (1993): Technikfolgenabschätzung und -bewertung von Mikrosystemen. Endbericht für das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie NRW. Köln, Rheine.
(Der Bericht kann über das TaT bezogen werden.)

Kontakt

Prof. Dr. Robert Tschiedel
TaT Transferzentrum für angepaßte
Technologien GmbH
Institut für Technik und Gesellschaft (ITG)
Hovesaatstraße 6
D-48432 Rheine
Tel.: 05971/990100, -111
Fax: 05971/990-150
E-mail: TaTGermany@aol.com


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PIAS - The Prague Institute of Advanced Studies

by Peter Pechan

PIAS was established in 1991 by the Ministry of Education of the Czech Republic and the Czech Academy of Science as an independent model centre of scientific research and education, communication, innovation and technology transfer. Its key interest is to promote quality of life in our region through international cooperation in the fields of

PIAS experts participate in European networks dealing with matters of the public perception of science and technology, scientific and educational interaction between EU and CEE countries. Nationally, PIAS takes part in and presents new areas by the discussions of experts and laymen on issues of important developments in science and technology organised by the European Culture Club and the Association of Scientific Societies. These discussions have the potential to grow into consensus conferences.

PIAS is located inside its Research and Science Park established in 1994. The Prague Science Park is devoted to active promotion, siting, marketing and general support of small and medium enterprises working in high and emerging technologies and support of branch offices of SME's and other global companies with similar philosophy. PIAS and the Prague Science Park will act as one of the European hubs for knowledge industry and as an interaction point for Czech professionals from Universities and other governmental and non-governmental institutions.

In the beginning of this year the Speaker of the Czech Parliament signed a document giving PIAS the status of official advisor on science and technology policy to the Czech Parliament. Subsequently, on April 22, 1996 the directors of the Members of the European Parliamentary Technology Assessment (EPTA) Network granted Observer Status to PIAS.

Summary of Activities for 1996 - 1997

Feasibility studies and reports

Networking and monitoring activities

For further information, please contact

Dr. Peter Pechan
The Prague Institute of Advanced Studies
U Michelského Iesa 366
140 00 Praha 4
Czech Republic
Tel.: ++ 42 2 49 66 25
Fax: ++ 42 2 4724 750
E-Mail: pias@earn.cuut.cz


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IHDP-Sekretariat nach Bonn

An der Universität Bonn hat jetzt das Sekretariat für das Internationale Forschungsprogramm 'Menschliche Dimensionen Globaler Umweltveränderungen' (International Human Dimension Programme - IHDP) seine Arbeit aufgenommen. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) fördert das IHDP-Sekretariat mit 1,7 Millionen Mark für den Zeitraum von 1996 bis 1999. Weitere Mittel werden von internationalen Partnerländern eingeworben. Vorsitzender des IHDP ist der Bonner Geographieprofessor Eckhart Ehlers.

Die Verlegung dieses Sekretariats von Genf nach Bonn ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der internationalen Forschungs- und Koordinierungsaktivitäten zum Globalen Wandel. Bonn wird damit zum Zentrum für globale Umweltangelegenheiten. Gemeinsam mit dem Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention ergänzt das neue Internationale Sekretariat das (geplante) Internationale Zentrum für Technologieentwicklung CAESAR in idealer Weise (siehe nachfolgenden Beitrag). Beide Einrichtungen unterstreichen die wachsende Bedeutung Bonns in der internationalen Forschung.

Das 1990 unter der Trägerschaft des Internationalen Rates der Sozialwissenschaften (ISSC) ins Leben gerufene Internationale Forschungsprogramm 'Menschliche Dimensionen Globaler Umweltveränderungen' (IHDP) hat zum Ziel, die Rolle des Menschen bei der Verursachung globaler Umweltveränderungen sowie die Auswirkungen dieser Veränderungen auf Mensch und Gesellschaft zu untersuchen. Seit Anfang 1996 erhält dieses Forschungsprogramm weitere Unterstützung durch den Internationalen Rat Wissenschaftlicher Unionen (ICSU). Ziel dieser Programme ist es, die physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse des Gesamtsystems Erde zu beschreiben und zu verstehen.

Der Mensch spielt durch seine wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und sozialen Aktivitäten in diesem Geflecht von gegenseitigen Einflüssen und Störungen eine herausragende Rolle. Entscheidend ist daher die Frage, wie die Menschen und ihre Institutionen reagieren müssen, um die Folgen des Klimawandels und der Eingriffe in die Umwelt mindern und abwenden zu können. Dazu ist es notwendig, alle genannten Faktoren aus einer Gesamtperspektive zu betrachten. Das IHDP soll hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten.
(Quelle: BMBF-Aktuell vom 5.11.96)

Kontakt

Prof. Dr. Eckhart Ehlers
IHDP Sekretariat
an der Universität Bonn
Nußallee 15a
D-53115 Bonn
Tel.: + 49 (0) 228/739050
Fax: + 49 (0) 228/739054


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Stiftung CAESAR - Center of Advanced European Studies and Research

Der Stiftungsrat der Stiftung CAESAR hat auf seiner Sitzung am 02.12.1996 den Entwurf der Empfehlungen für die Ausgestaltung der Stiftung diskutiert und ausdrücklich begrüßt. Staatssekretär Stahl für den Bund und Frau Ministerin Brunn für das Land Nordrhein-Westfalen dankten dem Gründungsausschuß für die unter Vorsitz von Prof. Kern, Marburg, geleistete Arbeit. Nunmehr wird der Wissenschaftsrat um eine Stellungnahme zu dem Entwurf gebeten, um dessen Rat in die Konkretisierung des Projektes einfließen zu lassen. Eine endgültige Beschlußfassung soll unter Einbeziehung dieser Stellungnahme erfolgen.

Die Empfehlungen behandeln Struktur und Forschungsthemen von CAESAR sowie Anforderungen an die spätere Leitung.

Als Stiftung privaten Rechts mit eigener Kapitalausstattung zur Finanzierung ihrer Forschung hat CAESAR Handlungsräume, die für die Weiterentwicklung der Wissenschaftslandschaft in Deutschland wegweisend sein können. So kann die Stiftung unabhängig von Einflüssen der öffentlichen Haushalte gestalten und wirtschaften.

Die Forschung wird in Arbeitsgruppen auf Zeit mit interdisziplinärer Zusammensetzung geleistet. Darin sollen von Anfang an Wissenschaftler von CAESAR mit Kooperationspartnern aus Einrichtungen der Region und der Wirtschaft zusammenarbeiten.

CAESAR wird keine durchgehend homogene Struktur haben, vielmehr sind je nach Themenbereichen unterschiedliche Arbeits- und Personalstrukturen denkbar, die für Wissenschaftler aus dem In- und Ausland attraktiv sind. Hierzu sollen auch das für die Stiftung geplante Gebäude und seine Umgebung beitragen.

Die vorgeschlagenen Themenbereiche für die Startphase

sind bewußt breit angelegt, um dem ersten wissenschaftlichen Direktor und den ersten Arbeitsgruppenleitern Gestaltungsspielraum zu geben. Dabei soll der Marktbezug der Forschungsthemen im Hinblick auf wirtschaftliche Verwertung von Anfang an maßgeblich mit berücksichtigt werden.

Der Aufbau von CAESAR wird stufenweise erfolgen. Dieser Prozeß soll mit der Gewinnung des wissenschaftlichen Leiters (wissenschaftlicher Gründungsdirektor oder -direktorin) beginnen. Danach werden für die ersten Forschungsthemen Gruppenleiter/Gruppenleiterinnen ausgewählt und die jeweiligen Arbeitsgruppen zusammengestellt. Bei erfolgreichen und geeigneten Projekten soll später eine Starthilfe auf dem Weg zur wirtschaftlichen Umsetzung von Forschungsergebnissen in der räumlichen Umgebung der Stiftung erfolgen können.

CAESAR soll im Jahr 1997 mit der Berufung des Gründungsdirektors und der Einrichtung der ersten Arbeitsgruppen seine Arbeit beginnen. Nach einer vorläufigen Unterbringung soll für den Forschungsbetrieb ein funktionales Gebäude auf dem sog. Zementwerkgelände in Bonn-Oberkassel errichtet werden. Für die Findung eines Gründungsdirektors und den weiteren Aufbau von CAESAR sind die kurzfristige Verfügbarkeit des Grundstücks und eine zügige Bauplanung entscheidende Voraussetzungen.

Die gute Zusammenarbeit des Gründungsausschusses mit dem Fachausschuß der Region eröffnet für CAESAR erfolgversprechende Möglichkeiten für einen Wissensverbund und für die vielfältige Kooperationen mit den verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen und mit der Wirtschaft in der Region.
(Pressemitteilung)

Anschrift

Stiftung CAESAR
Kurfürstenallee 2-3
D-53177 Bonn
Tel.: + 49 (0) 228/93587-0
Fax: + 49 (0) 228/93587-33


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