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Seit 1990 führt das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) für die Ausschüsse des Parlaments Prozesse der Technikfolgen-Abschätzung (TA) durch. Das TAB - eine organisatorische Einheit des ITAS - arbeitet auf der Grundlage eines Vertrages zwischen dem Forschungszentrum Karlsruhe und dem Deutschen Bundestag. Bereits etwa ein Jahr vor Auslaufen des Vertrages hat sich der nach der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages zuständige Ausschuß mit der Frage der weiteren Zukunft der TA im Parlament beschäftigt.
Das Ergebnis war ein einstimmiger Beschluß aller Fraktionen und Gruppen des Bundestages, den Vertrag für weitere fünf Jahre zu verlängern. Begründet wird dieser Beschluß u.a. mit der Qualität und dem Nutzen der Arbeit des TAB für das Parlament. Diese Entscheidung kann als ein Zeichen dafür gewertet werden, daß Konzept und Praxis einer Technikfolgen-Abschätzung, wie sie das TAB vertritt, im Parlament mittlerweile voll akzeptiert und geschätzt wird.
(T. Petermann, TAB)
von Volkhard Schulz
Seit mehreren Jahren betreibt das Statistische Bundesamt die Erstellung einer Emittentenstruktur, um die Zusammenhänge zwischen Emissionen und ökonomischen Aktivitäten darzulegen. Vom ITAS wurde hierfür innerhalb von Forschungsaufträgen ein datenbankgestützter Prototyp einer Emittentenstruktur, basierend auf der Input-Output-Analyse, erstellt. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Themas für die analytische Beschreibung der Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie ist die dafür notwendige Weiterentwicklung des Ansatzes der Input-Output-Analyse seit einigen Jahren Bestandteil des ITAS-Forschungsprogrammes.
Die Aufstellung einer "Emittentenstruktur" wurde im Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen von 1987 angeregt, um eine Verknüpfung von Emissionen unterschiedlicher Art mit den ihnen zugrundeliegenden wirtschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Kernpunkt ist hierbei die Unterscheidung zwischen den Emittenten selbst und den ökonomischen Aktivitäten die Auslöser dieser Emissionen sind. Die Produktion von Gütern wird dabei nicht als Selbstzweck angesehen, sondern dient der Deckung einer Nachfrage. Entsprechend werden auch die bei der Produktion von Gütern entstehenden Emissionen den nachfragenden wirtschaftlichen Einheiten zugerechnet. Diese als eigentliche Verursacher der Emissionen anzusehenden Bereiche können sein:
Vom Konzept her kann man die Emittentenstruktur als Erweiterung von Emissionsinventaren um die Verknüpfung mit emissionsbezogenen ökonomischen Größen ansehen.
Die praktische Ausgestaltung besteht im Kern aus einer Anwendung der Input-Output-Analyse, die die Verflechtung der wirtschaftlichen Aktivitäten beschreibt, und die um Emissionen erweitert wurde. Die Entwicklung des Konzeptes der Emittentenstruktur und die Erarbeitung eines Prototyps einer Datenbank zur Durchführung von bestimmten Standardanalysen erfolgte von ITAS im Rahmen eines Forschungsauftrages vom Statistischen Bundesamt, Wiesbaden im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnung. Diese Arbeiten wurden in den Jahren 1993 - 1995 durchgeführt. Weiterführende praktische und methodische Arbeiten wurden z.T. im Rahmen von Studien für externe Auftraggeber, z.T. im Rahmen des ITAS-Forschungsprogrammes durchgeführt.
Entsprechend der skizzierten Aufgabenstellung werden folgende Informationen benötigt:
Diese Angaben sind entsprechend der sich anbietenden Kategorisierung aufeinander abzustimmen.
Bei der konkreten Ausgestaltung der Emittentenstruktur stand die möglichst weitgehende Nutzung von vorhandenen Datensystemen im Vordergrund. Für die Abbildung der wirtschaftlichen Verflechtung wurden die Input-Output-Tabellen des Statistischen Bundesamtes herangezogen. Entsprechend dieser Kategorisierung (Systematik der Input-Output-Tabellen, SIO) der Wirtschaftsbereiche und Endverbrauchsbereiche waren die Emissionen aufzugliedern. Dies erfolgte für die energiebedingten Emissionen aufgrund der Kombination von Angaben über die Energieeinsätze in den einzelnen Bereichen (Angaben vom Statistischen Bundesamt) und den entsprechenden Emissionsfaktoren (Angaben des Umweltbundesamtes), für die sogenannten Prozeßemissionen wurden die Angaben des Umweltbundesamtes den jeweiligen SIO-Bereichen zugeordnet. Diese um Emissionen erweiterte Input-Output-Tabelle ist Datenbasis für das darauf aufbauende Auswertungsverfahren der Input-Output-Analyse. Der Zusammenhang zwischen der Datenbasis und den analytischen Auswertungen, u.U. unter Einbeziehung weiterer Daten, ist als Schema in Abbildung 1 (nur in gedruckter Version verfügbar) dargestellt.
Derzeit umfaßt die Datenbank "Emittentenstruktur" die Luftschadstoffe CO2, SO2, Nox, CO, Staub, Methan, NMVOC und N2O, die Abwassermengen und die Abfallmengen.
Standardanalysen sind Bestandteil des im Auftrag des Statistischen Bundesamtes erstellten Datenbankprogrammes. Sie umfassen:
Weitergehende Analysen erforderten zusätzliche Informationen von unterschiedlicher Art und Weise. Es wurden im Rahmen von ITAS-Studien folgende Analysen durchgeführt:
Als weitere Anwendung wurde in Kooperation mit dem französischen IFEN-Institut ein Vergleich der kumulierten CO2-Emissionen zwischen Deutschland und Frankreich für unterschiedliche Wirtschaftsbereiche vorgenommen.
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Volkhard Schulz
Forschungszentrum Karlsruhe
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
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Fax: +49 (0) 721 / 608 - 24811
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von K.-R. Bräutigam
Im Juni 1995 hat der Deutsche Bundestag eine Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" eingesetzt, die sich mit den Zielen und Rahmenbedingungen einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung Deutschlands befassen soll. Notwendige gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Innovationen sollen identifiziert und Instrumente zu ihrer Förderung entwickelt werden. Der Bereich "Bauen und Wohnen" wurde von der Kommission ausgewählt, um anhand eines konkreten Beispiels die Erfordernisse zu spezifizieren, die aus dem Anspruch der Nachhaltigkeit erwachsen. Dieser Bereich ist hierfür besonders geeignet, weil er mengenmäßig sehr große Stoffströme auslöst und entscheidend zu dem hohen Flächenverbrauch in Deutschland beiträgt; zugleich stellt er das größte gesellschaftliche und kulturelle Kapital dar.
Eine aus dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums Karlsruhe, dem Institut für Industrielle Bauproduktion (ifib) der Universität Karlsruhe und weiteren Partnern gebildete Arbeitsgemeinschaft wurde von der Enquete-Kommission beauftragt, die erforderlichen Grundlagen für die Beratungen der Kommission zu diesem wichtigen Wirtschaftssektor und Lebensbereich zu erarbeiten. Der Bericht der Arbeitsgemeinschaft wurde im November 1996 abgeschlossen (1). Auftragsgemäß wurden die Analysen auf den Hochbau und das Ausbaugewerbe beschränkt, der Tiefbau war nicht Gegenstand der Untersuchung.
Ziel der Studie war es unter anderem, sowohl die durch Bautätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1991 hervorgerufenen Stoff- und Energieströme für den Bereich des Hochbaus (einschließlich des Ausbaus) zu bestimmen, als auch die in den Gebäuden insgesamt gespeicherten Stoffmengen zu ermitteln. Weitere Schwerpunkte wurden bei den Luftschadstoffemissionen und den Problemstoffen in Baustoffen gesetzt.
In den folgenden Abschnitten werden der methodische Ansatz sowie einige Ergebnisse dargestellt, die das ITAS im Rahmen des Gesamtprojekts erarbeitet hat.
Stoffströme, Energieströme und damit verbundene Emissionen werden u.a. unmittelbar bei der Ausführung von Bautätigkeiten hervorgerufen. Diese Größen werden allgemein als direkte Stoffströme, Energieströme bzw. Emissionen bezeichnet. Zusätzlich sind mit der Herstellung von Vorprodukten, die für die Bautätigkeiten verwendet werden (Beton, Sand und Kies, Tapeten, etc.), mit der Bereitstellung von Energie und Energieträgern sowie für die Erbringung von Dienstleistungen Stoffströme, Energieströme und Emissionen verbunden (allgemein als indirekte Größen bzw. als stoffliche, energetische oder auch als ökologische Rucksäcke bezeichnet). Für die Summe aus direkten und indirekten Größen wird der Begriff kumulierte Stoffströme, kumulierte Energieströme bzw. kumulierte Emissionen verwendet.
Die in der Studie betrachteten Wirtschaftsbereiche "Hochbau" und "Ausbau" setzen direkt stoffliche Mengen um, verwenden Energieträger und emittieren Luftschadstoffe sowohl aufgrund des Energieträgerverbrauches als auch aufgrund der Stoffmengenumsätze. Der hier zusammengefaßte Wirtschaftsbereich greift auf Vorleistungen aus anderen Wirtschaftsbereichen zurück. Zur Bestimmung dieser Vorleistungen werden die Input-Output-Tabellen des Statistischen Bundesamtes herangezogen.
Ordnet man den einzelnen Wirtschaftszweigen in der Gliederung der Input-Output-Tabellen die von ihnen hervorgerufenen Stoffströme, die Einsätze unterschiedlicher Energieträger sowie die anfallenden Emissionen an Luftschadstoffen zu, so lassen sich mit einer erweiterten Input-Output Analyse die entsprechenden kumulierten Größen berechnen. Für ausgewählte Luftschadstoffe (SO2, Nox, Staub, CO, CO2, CH4, Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe (NMVOC) liegt eine von ITAS erstellte Datenbank vor, mit der die kumulierten Emissionen einzelner Wirtschaftszweige berechnet und analysiert werden können. Diese als "Emittentenstruktur" bezeichnete Datenbank wurde von ITAS für das Statistische Bundesamt im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnung entwickelt (siehe hierzu ausführlich den vorstehenden Beitrag) und für die in der vorliegenden Studie durchgeführten Rechnungen angewendet.
Die Bestimmung der 1991 an die Bauwirtschaft gelieferten Mengen erfolgte mittels Daten, die vom Statistischen Bundesamt für die Erstellung der Input-Output-Tabellen genutzt werden und uns für diese Studie zur Verfügung gestellt wurden (2). Da diese Daten routinemäßig erhoben werden, sind sie besonders gut zur Analyse von zeitlichen Veränderungen des Untersuchungsgegenstandes geeignet.
Für die Stoffströme, die direkt in den Hochbau und Ausbau fließen, waren zusätzlich diejenigen Stoffflüsse zu ermitteln, die in anderen Bereichen der Volkswirtschaft für Vorleistungen für die Bauwirtschaft entstanden sind. Diese sogenannten stofflichen Rucksäcke der Bauwirtschaft (hier nur Hochbau und Ausbau) können zweierlei Ursachen haben.
"Rucksäcke" durch nichtverwertete Rohförderung wurden nicht mit in die Betrachtung einbezogen, da diese Mengen unseres Erachtens nicht mit den verarbeiteten stofflichen Mengen vergleichbar sind. Die Datenbasis zur Berechnung der stofflichen Rucksäcke besteht aus der Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamtes für 1991 (3) und Daten des Wuppertal-Instituts für 1990, die die Entnahmen aus der Natur für die einzelnen Input-Output-Bereiche enthalten (4). Die von ITAS errechneten Stoffströme sind in Abbildung 1 als Flußbild (nur in gedruckter Version vorhanden) vereinfachend dargestellt.
Links sind die Entnahmen von mineralischen und biotischen Rohstoffen aus der Natur angegeben, gegliedert nach denjenigen Wirtschaftszweigen, die als Lieferanten an das Baugewerbe auftreten. Diese "primären" Stoffströme fließen zunächst in vielfältige Produktionsprozesse ein, die hier vereinfachend durch einige Wirtschaftszweige bzw. deren Produkte charakterisiert werden. Dabei entstehen "Verluste" an stofflichen Mengen durch:
Als Ergebnis dieser miteinander verkoppelten Tätigkeiten entstehen materielle Flüsse an die Bauwirtschaft (hier auf Hochbau und Ausbau eingegrenzt), die überwiegend in die Bauten eingehen. Lieferungen, die nicht in die Bauten eingehen, sind zum einen die Baustellenabfälle, zum anderen einige Hilfsstoffe, wie Werkzeuge, Büromaterialien u.ä..
Der Gesamtverbrauch von mineralischen Rohstoffen für Hochbau und Ausbau beträgt 19,2 % des gesamten durch die deutsche Volkswirtschaft im In- und Ausland ausgelösten Verbrauchs an mineralischen Rohstoffen.
Analog zur Vorgehensweise bei der Bestimmung der kumulierten Stoffströme erfolgte auch die Bestimmung der kumulierten Energieträgerverbräuche und der Luftschadstoffe, die in der von ITAS erstellten Datenbank "Emittentenstruktur" enthalten sind. Die Tabelle 1 (nur in gedruckter Version vorhanden) zeigt eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse.
Die dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf das Jahr 1991, für spätere Jahre liegen bisher keine Daten vor, die entsprechende Berechnungen ermöglichen würden. Durch die Besonderheiten der deutschen Vereinigung könnten einige Ergebnisse für die Luftschadstoffemissionen heute bereits überholt sein, da die Emissionsverhältnisse in den neuen Bundesländern sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der bereits vollzogenen Luftreinhaltemaßnahmen geändert haben.
Die Ergebnisse zu den Stoffströmen, Energieströmen und Luftschadstoffen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für den Bereich "Bauen" werden in den amtlichen Statistiken zum Umweltschutz, Fachserie 19, die Ergebnisse von Erhebungen und Befragungen bei den Bauunternehmen zu Art und Mengen dieser Abfälle sowie über die einzelnen Entsorgungswege veröffentlicht (5).
Die Menge an Abfällen aus dem Abriß von alten Gebäuden bzw. Gebäudeteilen (Bauschutt) beträgt insgesamt ungefähr 30 Millionen Tonnen. Dabei handelt es sich um die mineralischen Anteile aus den alten Gebäuden - also nicht um alte Fenster, Türen, metallische Rohre und ähnliches. Diese Zahl ist mit einigen Unsicherheiten behaftet. Zum einen wurden bei den Erhebungen Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten nicht erfaßt. Der hierdurch möglicherweise entstehende Fehler wird von uns auf ungefähr 10 % geschätzt. Zum anderen sind alle diejenigen Mengen nicht erfaßt, die von den Abbruchunternehmen in firmeneigenen (mobilen) Verwertungsanlagen weiterbehandelt und verwertet wurden. Der Anteil dieser Mengen könnte durchaus 20 Prozent betragen. Drittens können Meßfehler bei der Bestimmung der Mengen das Gesamtergebnis beeinflussen. Auch hier kann man unseres Erachtens von einer Fehlerbreite von 10 % ausgehen. Der stoffliche Ressourcenverbrauch für "Hochbau" und "Ausbau" lag demnach Anfang der 90er Jahre deutlich höher als das Bauschuttaufkommen, d.h. Neubau und Abriß waren keineswegs ausgeglichen. Durch die Bautätigkeit wird also das Stofflager "Gebäudebestand" als potentielle Entsorgungsaufgabe für zukünftige Generationen permanent weiter ausgebaut. Vom anfallenden Bauschutt werden derzeit etwa 30 % im wesentlichen im Straßen- und Wegebau verwertet. Selbst eine vollständige Verwertung im Hochbau würde wegen der im Vergleich zum Ressourcenverbrauch geringen Abfallmengen nicht entscheidend zur Verminderung des Ressourcenverbrauchs beitragen. Allerdings liefert die Verwertung einen wesentlichen Beitrag zur Streckung der Deponiekapazitäten.
Die Ermittlung von Problemstofffrachten erfordert im einzelnen die Identifizierung relevanter Problemstoffe und deren Konzentrationen in den Baustoffen. Des weiteren müssen die Jahresproduktionsmengen dieser Baustoffe verfügbar sein, damit aus den Konzentrationen auf Frachten hochgerechnet werden kann.
Problemstoffe werden über primäre Rohstoffe sowie über rezyklierte Stoffe des Bausektors und anderer Wirtschaftssektoren in den Bereich "Bauen" und damit in die Wohngebäude eingebracht. Aus dem Bereich "Bauen" können Stoffe auch in andere Sektoren gelangen und dort eingesetzt werden, womit eine Verschleppung von Problemstoffen in andere Bereiche durch Recycling verbunden sein kann.
Von den ermittelten mehreren hundert Problemstoffen und Zusatzstoffen in Baustoffen konnte nur ein Teil einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Die Auswertung von Daten des Gefahrstoffinformationssystem GISBAU der Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft (6) enthält eine Lücke zwischen Produktgruppeninformationen, Handelsprodukten und Gefahrstoffen, da die Handelsnamen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Im praktischen Anwendungsfall können zur Entscheidung zwar mögliche Problemstoffe in der gewünschten Bauproduktgruppe identifiziert werden, es sind aber kaum genaue Aussagen zum Vergleich konkreter Handelsprodukte möglich, was überwiegend mit der Geheimhaltung der genauen Baustoffzusammensetzung zusammenhängt. Hier bestehen noch weitreichende Defizite.
Eine Veröffentlichung der Studie als Materialien-Bericht der Enquete-Kommission ist vorgesehen.
Literatur
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K.-R. Bräutigam
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Fax: +49 (0) 721 / 608 - 24811
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von Günter Halbritter, ITAS
Neue technische Entwicklungen im Verkehrsbereich, wie neue Antriebstechniken, neue Fahrzeugkonzepte und insbesondere die von der Industrie im Augenblick mit großem Aufwand entwickelten Informations- und Kommunikationstechniken (IuK-Techniken), werden erheblichen Einfluß auf die zukünftigen Verkehrssysteme haben. Das im Forschungskonzept "Mobilität und Verkehr" der Bundesregierung vorgegebene Leitbild "Mobilität dauerhaft erhalten, dabei unerwünschte Verkehrsfolgen spürbar verringern" zielt darauf ab, geeignete Techniken auszuwählen und Organisationskonzepte für ihren Einsatz zu entwickeln, die den Anforderungen des Leitbildes entsprechen. Die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger ist eine in diesem Zusammenhang häufig genannte Maßnahme. Auch die Realisierung neuer Landnutzungs- und Raumplanungskonzepte ist hier zu nennen. Um verkehrlich wirksam zu werden, müssen technische Konzepte mittels abgestimmter Maßnahmen ordnungspolitischer, preislicher und organisatorischer Art umgesetzt werden. Im Rahmen einer systemanalytischen Untersuchung werden sowohl geeignete Realisierungen dieser technischen Konzepte (Szenarien) untersucht als auch alternative Maßnahmenbündel (Optionen) zu ihrer Durchsetzung entwickelt und auf ihre Durchführbarkeit, Wirksamkeit und Folgen analysiert.
Diese Studie stellt eine Technikfolgenabschätzung neuer Konzepte für den Verkehr in Ballungsräumen dar. Sie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) erarbeitet und bezieht die Ergebnisse ausgewählter Leitprojekte des vom BMBF geförderten Ideenwettbewerbs zum Thema "Verkehr in Ballungsräumen" mit ein.
Ein erster Untersuchungsschritt ist eine vergleichende Analyse der zur Verfügung stehenden Techniken, die sich nicht nur auf die technische Machbarkeit, sondern insbesondere auch auf ihre Wirksamkeit zur Erreichung der angestrebten verkehrspolitischen Ziele bezieht. Die in Feldversuchen z.B. zum Einsatz von IuK-Techniken, gewonnenen Erfahrungen sind hierbei von großer Bedeutung. Die Ergebnisse dieser Auswertungen sind Grundlage für die Ausarbeitung von Szenarien und Handlungsoptionen. Bei den Wirksamkeits- und Folgeanalysen der Handlungsoptionen sind auch die bereits vorliegenden Instrumente der Verkehrspolitik, wie insbesondere das umfangreiche Regelwerk zur Regionalisierung des Personennahverkehrs, von Interesse. Dabei sind die typischen Strukturen des Verkehrs in Ballungsräumen bezüglich Verkehrsart und -zweck zu unterscheiden. Auch der Einfluß neuer Techniken bei der Realisierung verkehrsreduzierender Stadtentwicklungskonzepte soll berücksichtigt werden. Ziel der Untersuchungen ist es, nicht nur Hinweise für die effiziente Organisation neuer Verkehrstechniken und ihre Durchsetzbarkeit zu geben, sondern auch Defizite der technischen Entwicklungen bei der Erreichung einer dem genannten Leitbild entsprechenden Mobilität zu zeigen.
Laufzeit: Beginn 1.4.1997, Ende: 30.6.1999. Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF).
Kontakt
Prof. Dr. Günter Halbritter (Projektleiter)
Forschungszentrum Karlsruhe
Technik und Umwelt
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
D-76021 Karlsruhe
Tel.: + +49 (0) 721 / 608 - 24871
Fax: +49 (0) 721 / 608 - 24806
E-mail:
Halbritter@itas.fzk.de
Im Projekt PEZ ist am Freitag, den 16.10.97 ein elektronisches Diskussionsforum EZI-L eingerichtet worden, das für einige Leser der TA-Datenbank-Nachrichten von Interesse sein dürfte.
EZI-L ist eine offene Diskussionsliste zu elektronischen Zahlungssystemen im Internet, wobei neben dem Zentralthema auch angrenzende Themen eine Rolle spielen werden, wie z.B.:
Von Projektseite wird als regelmäßiger Input vierzehntägig - jeweils Freitags - EZI-N (Elektronische Zahlungssysteme im Internet - Newsletter) an die Teilnehmer der Mailinglist EZI-L verschickt.
Dieser Newsletter ist übrigens auch vom ITAS-WWW-Server abrufbar:
http://www.itas.fzk.de/deu/projekt/pez/ezin.htm
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