Studientexte: Industrie und Wasser - Aquarius II

Es gibt nur ein Wasser - dies ist eines der Ergebnisse der Studie "Industrie und Wasser, Aquarius II". Hintergrund dieser Aussage ist die immer weiter um sich greifende Verschmutzung aller Wasserressourcen durch die bisher praktizierte Trennung von Wasser und Abwasser. Die mit naturfremden Chemikalien befrachteten Abwässer aus industriellen Produktionsanlagen, die direkt Flüssen und Bächen zugeführt werden, belasten die Oberflächengewässer, das Grundwasser und die Meere und werden danach auch wieder von der Industriegesellschaft genutzt. Die Industrie ist der größte Wasserverbraucher - und doch knüpfen Wassersparmaßnahmen zur Bewältigung des sich ständig verschärfenden Wassernotstands immer an der öffentlichen Wasserversorgung an ohne den industriellen Wasserverbrauch einzubeziehen. Exemplarisch wird gezeigt, wieviel Wasser bei der industriellen Produktion eingespart werden könnte, aber auch, daß auf diesem Gebiet noch ein sehr großer Forschungsbedarf besteht, um Industrie und Politik verläßliche Orientierungsdaten an die Hand zu geben.

"Industrie und Wasser" ist die erste kritische und zugleich populär verfaßte Einführung in die gesamte Industriewasserwirtschaft. Sie spricht auch weniger bekannte Bereiche - wie Braunkohleabbau, Energiewirtschaft, Tiefenversenkung, produktspezifischer Wasserbedarf und gentechnische Produktion - an.

Die Studie zeigt, wie auch die Industrie mit Wasser sparsamer und verantwortlicher im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haushalten könnte. Der Auftraggeber Greenpeace e.V. leitet hieraus notwendige Forderungen für einen zukunftsfähigen industriellen Umgang mit dem Wasser ab.
(Quelle: Verlagsprospekt)

Bibliographische Angaben und Bestellhinweis:

Thomas Kluge, Engelbert Schramm, Aicha Vack: Industrie und Wasser. Aquarius II. Studientexte des Instituts für sozial-ökologische Forschung, 1994. ISSN 0974-6083. DM 25,--.

Institut für sozial-ökologische Forschung

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