Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftliche Technikforschung Niedersachsen legt Ergebnisband vor

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftliche Technikforschung Niedersachsen, die gegenwärtig aus 9 Mitgliedern besteht, legte im Februar 1995 ihre zweite Broschüre mit Zwischenergebnissen und Beschreibungen neuer Projekte vor. Dazu heißt es:

"Im November 1993 haben wir in einer ersten Broschüre über Programm und Verfahren der Arbeitsgemeinschaft berichtet und eine erste übersicht über die anlaufenden Forschungsvorhaben gegeben [siehe TA-Datenbank-Nachrichten Nr. 4, 2. Jg., Dezember 1993]. Schon damals hatten sich drei Themenschwerpunkte des Verbundes herauskristallisiert, deren Bedeutung auch für Niedersachsen außer Frage stehen dürfte: Automobilproduktion und Regionalentwicklung, Umwelttechnik, Medizintechnik. Daran hat sich nichts verändert, wenn man davon absieht, daß im Schwerpunkt Automobilproduktion und Regionalentwicklung auch ein in der Zulieferindustrie angesiedeltes Forschungsvorhaben dazugekommen ist.

In dieser Broschüre ziehen wir nun eine Zwischenbilanz: Die Projekte, die schon seit längerem laufen, berichten über empirische Ergebnisse, neue Einsichten, sowie gegebenenfalls über durch die Forschungserfahrungen veränderte Problemwahrnehmungen. Neue Projekte berichten über die Ergebnisse erster Teilrecherchen und über den gegenwärtigen Stand ihrer konzeptionellen Überlegungen. (Die Beiträge wurden von den jeweils beteiligten Projektteams geschrieben.)

Wer weitere Informationen über die Arbeitsgemeinschaft oder einzelne Forschungsprojekte wünscht, wende sich bitte an die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft oder an die jeweiligen Projektleiter; Interessierten können Forschungsanträge, Literaturlisten sowie bereits erschienene Veröffentlichungen - auch in der Form 'grauer Literatur' - zugesandt werden. "

Im einzelnen werden folgende Projekte dargestellt:

Themenschwerpunkt Automobilproduktion und Regionalentwicklung

Otfried Mickler, Norbert Engelhardt, Ralph Lungwitz, Bettina Walker, Institut für Soziologie der Universität Hannover:
Die neuen Automobilfabriken in Ostdeutschland als Modell für die Reorganisation der westdeutschen Automobilindustrie - Bedingungen ihrer Leistungsfähigkeit und Probleme der übertragbarkeit

Klaus Lompe, Antje Blöcker, Barbara Lux, Seminar für Politikwissenschaft und Soziologie der Technischen Universität Braunschweig:
Thesen zu einigen Besonderheiten der Regionalisierung von ökonomie und Politik in Südostniedersachsen

Dieter Seitz, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI):

Strukturwandel der Industriearbeit im Prozeß der Restrukturierung der Automobilindustrie

Heike Kollros, Institut für Regionalforschung e.V. Göttingen:

Kooperation als externe Voraussetzung technisch-organisatorischer Innovation - Das Beispiel des Maschinenbaus, der Elektro- und der feinmechanisch/optischen Industrie in den niedersächsischen Regionen Oldenburg und Südniedersachsen

Themenschwerpunkt Umwelttechnik

Norbert Gestring, Hans-Norbert Mayer, Walter Siebel, Arbeitsgruppe Stadtforschung der Universität Oldenburg und Hartwig Heine, Rüdiger Mautz, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen:

Konflikte zwischen ökologie und Urbanität

Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen
Teilprojekt "ökologisches Wohnen im Widerstreit der Bedürfnisse"

Arbeitsgruppe Stadtforschung im Institut für Soziologie der Universität Oldenburg
Teilprojekt "Fallbeispiele des ökologischen Wohnens"

Bernhard Blanke, Wolfram Lamping, Thomas Lauer-Kirschbaum, Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover:

Unterschiede machen Unterschiede - einige politologisch-konzeptionelle Notizen zur Analyse kommunaler Abfallpolitiken

Themenschwerpunkt Medizintechnik

Rosemarie Nave-Herz, Corinna Onnen-Isemann, Ursula Oßwald, Institut für Soziologie der Universität Oldenburg:

Eine soziologische Untersuchung über die In-vitro-Fertilisation - Ihr Verbreitungsgrad in Niedersachsen sowie eine Analyse der Anwendungsinteressen der beteiligten Akteure

Karl-Heinz Henze, Susanne Stemann-Acheampong, Abteilung für Medizinische Soziologie der Georg-August-Universität Göttingen:

Medizintechnologie und ihre soziale Folgen - dargestellt am Beispiel "Pränataldiagnostik"

Kontakt:

Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftliche Technikforschung Niedersachsen

Dr. Hartwig Heine

c/o Soziologisches Forschungsinstitut

Friedländer Weg 31, D-37085 Göttingen

Tel.: (0) 551/52 20 50; Fax: (0) 551/52 20 588

Bibliographische Angaben:

Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftliche Technikforschung Niedersachsen II Zwischenergebnisse und neue Projekte, Februar 1995.