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TA-Datenbank-Nachrichten, Nr. 3 / 9. Jahrgang - Oktober 2000, S. 98-99

CHRISTINE HENSELING, ULRIKE EBERLE, RAINER GRIESSHAMMER: Soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsindikatoren. Öko-Institut Freiburg, 1999. 113 S. ISBN 3-928433-94-6

Kurzrezension von Volker Brandl, ITAS

Dieser vom Ökoinstitut Freiburg herausgegebene Bericht enthält Listen von sozialen und ökonomischen Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung, die auf unterschiedlichen Akteursebenen entwickelt bzw. zusammengestellt wurden.

Zur internationalen Ebene finden wir Nachhaltigkeitsziele und -indikatoren folgender Organisationen bzw. Studien: Agenda 21, Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Commission on Sustainable Development (CSD), World Resources 1998-1999; World Wide Fund for Nature (WWF), Eurostat-Studie.

Für die internationale Ebene werden ferner internationale Vereinbarungen und Kodizes berücksichtigt: International Labor Organisation (ILO), Food and Agriculture Organisation (FAO), World Health Organisation (WHO), UN-Kodex über wettbewerbsbeschränkende Geschäftspraktiken, OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen, internationaler Verhaltenskodex für den Technologietransfer (Schirmherrschaft: United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD)).

Auf der nationalen Ebene werden Indikatoren für Deutschland, und zwar des "Forums Umwelt und Entwicklung" und der Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" angegeben. Ferner sind auch englische Nachhaltigkeitsindikatoren (britische Regierung) sowie Indikatoren der Agenda 21 Chinas angeführt.

Die regionale Ebene umfasst Indikatoren für Baden-Württemberg, Oberösterreich sowie ein nachhaltiges Seattle.

Auf Unternehmensebene werden die Indikatoren von vier Institutionen und für konkrete Nachhaltigkeitsprojekte drei Beiträge aufgelistet (bei letzterem geht es um die Bewertung von Produkten und Dienstleistungen).

Diese Indikatorenlisten des Berichts stellen eine Auswahl aus einer Fülle von Studien und laufenden Arbeiten zum Thema dar. Es sollten mit ihnen Beispiele für die Bandbreite der Diskussion gegeben werden und die unterschiedlichen Ebenen sollten durch Beispiele vertreten sein. Für die internationale Ebene hat man sich darüber hinaus das Ziel gesetzt, "die relevanten Gremien" aufzunehmen.

Verdienstvoll ist dieser Bericht aus folgenden Gründen: Er durchbricht die langjährige Fokussierung auf die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit. Und er bietet - bei aller Beispielhaftigkeit - eine recht umfangreiche und illustrative Zusammenstellung. Am Ende des Berichts steht zudem eine nach Sachgebieten geordnete Gesamtübersicht über alle Ziele und Indikatoren, die in den untersuchten Arbeiten aufgestellt werden. Um schließlich noch ein Körnchen Kritik hinzuzufügen: Was der Nachhaltigkeitspraktiker schmerzlich vermisst, sind Informationen über Datenverfügbarkeiten.


Kontakt:
Dr. Volker Brandl
Forschungszentrum Karlsruhe
Institut für Technikfolgenabschätzung
und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
D-76021 Karlsruhe
   oder
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: +49 (0) 721 / 608 - 24872
Fax: +49 (0) 721 / 608 - 24806

E-mail: brandl@itas.fzk.de
Internet: Homepage von Volker Brandl


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Stand: 10.11.2000 - Kommentare und Bemerkungen an: ITAS-WWW-Redaktion