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Forschungszentrum Karlsruhe Technik und Umwelt Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) |
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Dresden, 30. März 2001
Tagungsbericht von Volker Stelzer, ITAS
Zum Abschluss des Forschungsprojektes "Nachhaltige Entwicklung des Wohnungsbestandes in sächsischen Groß- und Mittelstädten" veranstaltete das Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) am 30. März 2001 in Dresden die Fachtagung "Nachhaltige Wohnungsentwicklung - Analysen und Szenarien für Fallbeispiele in Freiberg, Leipzig und Zittau", auf dem die Ergebnisse des Projektes vorgestellt wurden.
Ziel des Projektes war es, für konkrete Stadtquartiere in unterschiedlichen Städten Sachsens robuste Entwicklungsstrategien zu erarbeiten. Hilfsmittel dabei waren: die stofflich-energetische Analyse des Gebäudebestandes, die Analyse der Stadtquartiere an Hand von Begehungen, Behördenbefragung und Bewohnerbefragungen und die Entwicklung von Szenarien für das Jahr 2030.
Interessant bei der energetischen Betrachtung war u. a., dass die hohen Leerstände in einem der untersuchten Stadtteile eine erhebliche Erhöhung des spezifischen Energieverbrauchs pro bewohnter Wohnfläche verursachen, da die Leerstände in "Schweizer Käse Form" in den Gebäuden verteilt sind.
Ein besonderes Gewicht wurde auf die Entwicklung und Anwendung der Szenariotechnik gelegt. In einem ersten Schritt wurden drei Szenarien zu den wohnspezifischen Rahmenbedingungen entwickelt. Diese wurden in dem Projekt als Präszenarien bezeichnet und dienten der Darstellung, wie mögliche Zukünfte des Umfeldes von Wohngebieten in sächsischen Groß- und Mittelstädten im Jahr 2030 aussehen könnten. Benannt wurden diese Szenarien als die Alternativszenarien "solidarische Welt", "plurale Welt" und "utilitäre Welt". In diesen Präszenarien wurden alle Faktoren, die als wichtig für die Wohngebietsentwicklung erachtet wurden, betrachtet. Die Faktoren aus den Bereichen "Wertewandel", Bevölkerungsentwicklung", "Wirtschaft, Arbeit und Einkommen" u. a. wurden dabei mittels Wirkungsmatrizen verbunden und deren Verknüpfungen durch Konsistenzanalysen überprüft. Diese Präszenarien wurden jeweils mit den Merkmalsausprägungen der drei zu untersuchenden Beispielwohngebiete korreliert und so mögliche Zukünfte dieser Wohngebiete entwickelt. Diese Szenarioergebnisse können dazu genutzt werden, robuste Strategien zur gezielten Entwicklung der Gebiete herauszuarbeiten.
Ein Artikel mit der Darstellung der angewendeten Szenariotechnik ist in der Wissenschaftlichen Zeitschrift der Technischen Universität Dresden, Jahrgang 49 (2000) Heft 6 erschienen. Kopien der Tagungsunterlagen mit der Beschreibung der unterschiedlichen Ist-Zustände im Jahr 2030 für die einzelnen Wohngebiete ist erhältlich bei: Institut für Ökologische Raumentwicklung, Herr Deilmann, Weberplatz 1, 01217 Dresden. Vom IÖR ist auch geplant, die für das Projekt erarbeiteten Schriften auf eine CD zu brennen.
Kontakt: |
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Dr. Volker Stelzer |
Tel.: +49 (0) 721 / 608 - 23474
E-Mail:
stelzer@itas.fzk.de |