von Robert Tschiedel, AKTAB NRW
Der Arbeitskreis Technikfolgenabschätzung und -bewertung des Landes Nordrhein-Westfalen (AKTAB NRW) ist ein 1992/93 auf Initiative des Wissenschaftsministeriums NRW entstandener interdisziplinärer Arbeitskreis von Vertretern v.a. aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und weiterer Öffentlichkeit, die sich in Forschung und Praxis regelmäßig mit gesellschaftlichen und dabei v.a. technischen Innovationen, ihren Folgen, ihrer Bewertung und ihrer Gestaltung auseinandersetzen.
Der Arbeitskreis Technikfolgenabschätzung und -bewertung des Landes Nordrhein-Westfalen knüpft an das vorausgegangene Programm "Mensch und Technik - sozialverträgliche Technikgestaltung" an, das die Landesregierung zur Begleitung des technologiepolitisch geförderten Strukturwandels in NRW ins Leben gerufen hatte, an die Arbeit der 1987 eingesetzten Kommission "Mensch und Technik" sowie an den von 1990 bis 1995 aktiven Landtagsausschuß "Mensch und Technik".
Er versteht sich als dezentrales Netzwerk (im Unterschied zu institutionellen Lösungen) mit dem Ziel, an der umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung zukunftsrelevanter Innovationen mitzuwirken und dazu insbesondere auch einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über (technische) Innovationen zu initiieren und moderierend zu begleiten.
Der AKTAB besteht derzeit aus 21 Mitgliedern und einem Wirtschaftsbeirat.
Als Fachgremium steht der AKTAB zur Verfügung als Ansprechpartner
Der AKTAB versteht sich darüber hinaus als
Seine inhaltliche Arbeit erfolgt durch Projektarbeit seiner Mitglieder (möglichst in Verbünden) zu
Durchgeführt wurden und werden neben Dokumentationen zur TA in NRW Projekte u.a. zu den Themen Mobilität, Bio- und Gentechnik, Methoden der TA. Ein umfangreiches Handbuch zur Innovationsorientierten Technikfolgenabschätzung, Technikbewertung und -gestaltung (ITA) erscheint im Frühjahr 1999. Auf einer Tagung im Dezember 1998 werden weitere Themenbereiche und Projekte erarbeitet.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Bemühungen des AKTAB sind "Diskurse zur industriellen TA", die mit Wirtschaftsvertretern stattfinden und dazu führen sollen, ITA stärker als bisher für die Mitgestaltung auch betrieblicher Innovationsprozesse zu qualifizieren.
Der AKTAB bemüht sich um die Einwerbung von Fördermitteln und unterstützt seine Mitglieder dabei.
Zur Koordination der Arbeit, zum Austausch von Forschungsergebnissen, Informationen und Meinungen sowie zur Projektentwicklung, Projektberatung und Projektbewertung treffen sich die Mitglieder des AKTAB ca. viermal jährlich zu einer Sitzung.
Der AKTAB führt in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen für die allgemeine und die Fachöffentlichkeit durch.
Neue Mitglieder werden auf Vorschlag eines Mitglieds durch Kooptation mit einfacher Mehrheit berufen. Dabei strebt der AKTAB interdisziplinäre und geschlechterbezogene Ausgewogenheit an.
Die Mitglieder des AKTAB wählen für je zwei Jahre ein Mitglied mit einfacher Mehrheit zur Sprecherin/zum Sprecher. Sie/er wird von der Vorgängerin/vom Vorgänger vertreten. Der AKTAB kann einen Vorstand bestimmen.
Der AKTAB hat eine Geschäftsstelle, die am Standort der Sprecherin/des Sprechers angesiedelt ist.
Zur Begutachtung von Projektanträgen und für ähnliche Aufgaben kann der AKTAB ein Gutachtergremium zur Vorbereitung des Votums des AKTAB durch Wahl bestimmen.
Zur Förderung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft hat der AKTAB einen Wirtschaftsbeirat, der von einem Mitglied des AKTAB betreut wird. Der AKTAB kann weitere Gremien bestellen.
Ministerium für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW
Dr. Wolf Jenkner
Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes NRW
Evamaria Küppers-Ulrich
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
Dr. Hach
RWTH Aachen, Hochschuldidaktisches Zentrum / Lehrstuhl Informatik im Maschinenbau
Prof. Dr.-Ing. Klaus Henning
RWTH Aachen, Institut für Stadtbauwesen
Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
Universität -GH- Essen, Fachbereich Philosophie
Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann
Universität Bielefeld, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung
Prof. Dr. Wolfgang Krohn
Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Genetik, Fakultät für Biologie
Prof. Dr. Alfred Pühler
Universität Dortmund, Wirtschafts-und Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Hartmut Neuendorff
Universität Dortmund, Lehrstuhl Technik und Gesellschaft
Prof. Dr. H. Hirsch-Kreinsen
Ruhr-Universität Bochum, Institut für Arbeitswissenschaften
Dr.-Ing. Rainer Skrotzki
FernUniversität Hagen, Fachbereich Erziehungs-, Sozial- und Geisteswissenschaften, Lehrgebiet Internationale Politik - Vergleichende Politikwissenschaft
Prof. Dr. Gerd Simonis
Bergische Universität - GH-Wuppertal, Forschungsinstitut für Telekommunikation
Prof. Dr. Reinhard Rock
Wissenschaftszentrum NRW, Institut Arbeit und Technik, Produktionssysteme
Dr.-Ing. Peter Brödner
Wissenschaftszentrum NRW
Dr. Dirk Matejovski
Sekretariat für Zukunftsforschung
Prof. Dr. Rolf Kreibich
Mensch, Arbeit & Technik, Sell & Partner GmbH
Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen
Bayer AG, Zentrale Technik, Technische Entwicklung
Dr. Rüsseler
Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V., Hauptabteilung Verkehrsforschung
Dr. Hans-Gustav Nüßer
Landesinstitut Sozialforschungsstelle
Dr. Gerd Peter
TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien GmbH, Institut für Technik und Gesellschaft
Prof. Dr. Robert Tschiedel
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung
Prof. Dr. Heribert Schatz
Klaus Steilman Institut für Innovation GmbH
Prof. Dr. Wolf D. Hartmann
Waggonfabrik Talbot GmbH & Co. KG
Dr.-Ing. Klaus Altenburg
Jobo Labortechnik GmbH u. Co. KG
Dipl.-Ing. Rainer Bernhardt
Handwerkskammer Aachen
Dipl.-Volksw. Otto Brink
agiplan AG
Dr.-Ing. Reinhard Ehl
Gerling-Konzern Münster GmbH
Dr. Frank Grund
Windel Textil GmbH & Co
Dipl.-Kfm. Christian Meyer-Stork
Franz Zentis GmbH & Co
Prof. Dr. Hans-Jörg Raeuber
Bayer AG
Dr. Wolfgang Rüssler
Schmidt + Clemens GmbH + Co
Dipl.-Ing. Christoph Schmidt-Krayer
Technologieberatungsstelle beim DGB Landesbezirk NRW e.V.
Dr. Ulrich Weber TBS
Prof. Dr. Robert Tschiedel
TaT Transferzentrum für angepaßte
Technologien GmbH
Hovesaatstraße 6
D-48432 Rheine
Tel.: ++ 49 (0) 5971/990-0
Fax: ++ 49 (0) 5971/990-150
E-mail:
tatgermany@aol.com
Internet:
http://members.aol.com/tatgermany
Dr. Thomas Becker, Tel.: 05971 / 990-111
Kirsten Tacke M.A., Tel.: 05971 / 990-113
Bröchler, Stefan (1997): Politische Technikfolgenabschätzung in Nordrhein-Westfalen. In: R. Graf v. Westphalen (Hrsg.), Technikfolgenabschätzung. Oldenbourg, S. 388-409.
Bröchler, Stefan; Simonis, Georg (Hrsg.) (1996): Perspektiven der Technikfolgenabschätzung und -gestaltung in Nordrhein-Westfalen. Schriftenreihe des Arbeitskreises Technikfolgenabschätzung und -bewertung des Landes NRW, Heft 1.
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (Hrsg.) (1995): Technikfolgen - Forschung Dokumentation 1995. Düsseldorf.
FernUniversität Hagen, Fachbereich ESGW, Lehrgebiet Internationale Politik/Vergleichende Politikwissenschaft (Hrsg.): VITA-Newsletter (bisher erschienen: 1 und 2/97). Hagen.