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TA-Datenbank-Nachrichten, Nr. 2, 8. Jahrgang - Juli 1999, S. 79-81

Workshop "Kuppelproduktion und Umweltprobleme"

Oberflockenbach, 25. - 27. Februar 1999

Tagungsbericht von Harald Dyckhoff und Malte Faber, Universität Heidelberg

Vom 25. bis 27. Februar 1999 fand im Seminarzentrum Oberflockenbach der Universität Heidelberg ein interdisziplinärer Workshop über "Kuppelproduktion und Umweltprobleme" statt. Er war auf Initiative des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie der Universität Heidelberg (Prof. Malte Faber) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Unternehmenstheorie der RWTH Aachen (Prof. Harald Dyckhoff) zustandegekommen. Die 25 Teilnehmer kamen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und Praxis mit unterschiedlichem disziplinärem Hintergrund, so u.a. vom Umweltforschungszentrum Leipzig und vom ifeu-Institut Heidelberg.

Die hervorragende Organisation durch die Mitarbeiter des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie, die angenehme Umgebung des Seminarzentrums im Odenwald sowie die großzügige Unterstützung durch das Graduiertenkolleg "Umwelt- und Ressourcenökonomie" der Universität Heidelberg ließen bei den 25 Teilnehmern rasch ein fruchtbares Arbeitsklima entstehen. Aufgrund der unterschiedlichen vertretenen Perspektiven, die von der Volks- und Betriebswirtschaftslehre über die Ingenieursicht bis zur Physik, aber andererseits auch zur Philosophie reichte, entspann sich ein weiter, spannungsvoller Bogen von Vorträgen und Diskussionsbeiträgen. Er erstreckte sich von abstrakten Modellen der allgemeinen Gleichgewichtstheorie und Grundsatzfragen der Produktionstheorie bis hin zu konkreten Problemen der betrieblichen Praxis des Stoffstrommanagements und der Ökobilanzierung. Trotz zum Teil kontroverser Standpunkte konnten in einem konstruktiven Dialog wesentliche Gemeinsamkeiten und Ansatzpunkte für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gefunden werden.

Folgende Fragen standen im Zentrum der Diskussionen: Was ist eigentlich Kuppelproduktion, und wie relevant ist sie für Wirtschaft und Umwelt? Welche methodischen Ansätze werden bei der Analyse der Kuppelproduktion im Hinblick auf die hervorgerufenen Umweltprobleme verwendet und welche Planungswerkzeuge zur Gestaltung emissionsarmer Kuppelproduktionsprozesse sind verfügbar? Wie lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven der jeweiligen Disziplinen so miteinander verzahnen, daß sie zu einer erfolgreichen Kooperation bei der Problemlösung führen, ohne die Verankerung in der jeweiligen Disziplin zu verlieren? Die gefundenen Antworten auf diese Fragen sind noch nicht weit genug entwickelt, um zum gegenwärtigen Zeitpunkt schon veröffentlicht zu werden. Immerhin lassen sich die folgenden Leitlinien und grundsätzlichen Erkenntnisse festhalten:


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Stand: 28.07.1999 - Kommentare und Bemerkungen an: ITAS-WWW-Redaktion