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Forschungszentrum Karlsruhe Technik und Umwelt Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) |
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TA-DATENBANK-NACHRICHTEN |
"Das Konzept des Technology Assessment (TA) bzw. der Technikfolgenabschätzung dient seit langem der Unterstützung staatlicher Technologiepolitik in den westlichen Industrienationen. Ziel ist es, positive und negative Wirkungen des Einsatzes von Technologien rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu bewerten sowie entsprechende Handlungsoptionen zu formulieren. Trotz der unbestrittenen Bedeutung von TA sind Kritik und (Selbst)Zweifel weit verbreitet. Vor diesem Hintergrund nehmen die Autoren eine aktuelle Bestandsaufnahme und Analyse technikreflektierender Forschung vor. Das Design der zugrundeliegenden Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist in zwei Aspekten innovativ:
Die Autoren fordern eine Öffnung der weitgehend in sich geschlossenen Community und geben konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung von Transparenz und Wettbewerb, insbesondere auch der stärkeren Integration von Unternehmen in den Prozess."
Die Studie wurde am 22. Oktober d.J. im BMBF vorgestellt und mit verschiedenen Teilnehmern aus der TA-Community diskutiert. Bei dieser Veranstaltung nahmen A. Grunwald, ITAS, und Th. Petermann, ITAS/TAB, zu der Studie Stellung. Wir werden in der nächsten Ausgabe der TA-Datenbank-Nachrichten mit einer ausführlichen Rezension auf diese Veröffentlichung zurück kommen. Wir würden es begrüßen, wenn auch noch weitere Stimmen aus unserem Leserkreis im Rahmen des Diskussionsforums dazu Stellung beziehen würden.
(I. v. B.)
Zum Thema Arbeit zeigen insbesondere die Texte von Zygmunt Bauman, Wilfried Glißmann, Gerd Mutz, Martin Baethge, Georg Vobruba und William Walters (Kanada), dass die Veränderungen im Bereich gesellschaftlicher Arbeit fundamental und weitreichend sind. Die öffentliche Diskussion zur Zukunft der Arbeit muss sich ebenso wie die Konzepte zur Überwindung der Arbeitslosigkeit an der Radikalität der aufgeworfenen Fragen messen lassen.
Das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie behandeln u.a. Hermann Scheer, Rudolf Hickel und Friedrich Schmidt-Bleek. Es wird an das Konzept des ökologischen Umbaus der Industriegesellschaft erinnert, das in Vergessenheit zu geraten droht.
Zur Bildungsreform gibt es in der öffentlichen Diskussion kaum Konzepte, obwohl es sich um ein dringendes Problem handelt. Das Jahrbuch dokumentiert zwei Vorschläge zur Bildungsreform. Anschließend zeigen sieben kurze Praxisberichte - besser als viele Fachbeiträge - wie Schule verändert werden kann, wenn die beteiligten Akteure eine Vision haben und die Kraft, sie zu verwirklichen.
Im Kapitel Gewalt in der Gesellschaft finden sich u.a. Beiträge von Benjamin Korn zur Sprache zwischen Deutschen und Juden, Bernd Wagner über Rechtsextremismus in Ostdeutschland und von Marieluise Beck, Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, zu Perspektiven der Integrationspolitik in Deutschland.
Das Jahrbuch schließt mit Perspektiven zu Europa. Autoren sind u.a. György Konrád, Präsident der Akademie der Künste, Berlin, Bruno Latour, Philosophie-Professor in Paris mit einer "philosophischen Plattform für eine europäische Linkspartei", Pierre Bourdieu mit einem Plädoyer für ein soziales Europa, Edgar Grande zu "Perspektiven des Regierens in Europa", sowie schließlich F.J. Radermacher u.a. mit einem europäischen Konzept zur nachhaltigen Informationsgesellschaft.
(W. F.)
(Verlagsankündigung)
Der Workshop stand am Beginn eines interdisziplinären Forschungsprojektes "Klimavorhersage und -vorsorge" der Europäischen Akademie.
Der Band enthält Beiträge von Ch. Böhringer, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung; M. Claussen, A. Ganopolski, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung; P. Hennicke, Wuppertal-Institut; A. Hense, Universität Bonn; D. Jacoby, R.G. Prinn, MIT; G. Klepper, Kieler Institut für Weltwirtschaftsforschung; S. Lingner, Europäische Akademie; E.C. Meyer, Universität Münster; H.G. Nutzinger, Universität Kassel; M. Schröder, Forschungsinstitut für Umwelt- und Technikrecht. Alle Beiträge sind in Englisch abgefasst.
(I. v. B.)
Im Rahmen einer durch die ARGE EXPO 2000 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt veranstalteten Fachtagung gibt diese Veröffentlichung einen Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung und Technik in den Bereichen Reinigung kontaminierter Böden, Abfallbehandlung sowie Abwasser- und Abluftreinigung. Außerdem werden zukünftige Entwicklungsperspektiven aufgezeigt. Insbesondere wird auf die praktische Umsetzung nachhaltiger Problemlösungen eingegangen, die entscheidend von der interdisziplinären Zusammenarbeit von Vertretern der Fachrichtungen Verfahrenstechnik, Mikrobiologie, Bio-/Chemie, Bodenkunde und Agrartechnik sowie der Wirtschaftswissenschaften abhängt.
Dieser interdisziplinären Ausrichtung Rechnung tragend, erhalten Wissenschaftler verschiedenster Fachgebiete mit diesem Buch eine übergreifende Dokumentation.
(Verlagsankündigung)
Innovativer Umweltschutz stellt für fortschrittliche Unternehmen einen Erfolgsfaktor dar, der prozess- und produktintegriert maßgeblich zum Unternehmensgewinn beiträgt. Insbesondere durch industrielle Nutzung von Biokatalysatoren werden erhebliche Produktivitätssteigerungen erzielt. Der ökonomische Vorteil geht Hand in Hand mit ökologischen Zielvorstellungen. Es werden Abfälle und Emissionen sowie der Einsatz von Primärenergie und Rohstoffen drastisch reduziert, was Beispiele aus der betrieblichen Praxis eindrucksvoll bestätigen.
Mit dieser Veröffentlichung der 15. Osnabrücker Umweltgespräche von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhalten Verantwortliche in Unternehmen vielversprechende Anregungen, um die Potentiale von Biokatalysatoren im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nutzen zu können.
(Verlagsankündigung)
In diesem vorliegenden Band wird der aktuelle Stand der Müllverbrennungstechnik im Hinblick auf die entstehenden Rückstände anhand der systematischen Beprobung mehrerer technisch unterschiedlich konzeptionierter Anlagen dokumentiert, um vorhandene Wissensdefizite zu verringern.
Über die Verknüpfung der Analyseergebnisse mit den Betriebsdaten sowie die gezielte Veränderung einzelner Betriebsparameter bei nachfolgenden Probenahmekampagnen wird der Einfluss der Anlagenbetriebsweise auf Schadstoffkonzentrationen in den Reststoffen untersucht.
Auf der Basis daraus gewonnener Erkenntnisse werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Qualität der Reststoffe im Hinblick auf die Verwertung zu verbessern und die Einhaltung der entsprechenden Qualitätsstandards sicherzustellen.
(Verlagsankündigung)