ITAS - Kolloquium 2009

Montag, 27. April 2009, 14:00 Uhr
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Albert Albers
IPEK – Institut für Produktentwicklung Karlsruhe, Universität Karlsruhe (TH)

"Humanoide Roboter - Von Golem, Goethe und Shelley zum prägenden Produkt des 21. Jahrhunderts?"
– Die Entwicklung des "künstlichen Menschen" von ersten Fantasien und Ideen bis zu aktuellen Robotern und Zukunftsszenarien

Abstract

Schon seit dem Mittelalter sind Menschen fasziniert von der Vorstellung, ein künstliches Abbild des Menschen erschaffen zu können. Dies zeigt sich in Mythen und Literatur, wie zum Beispiel in der Sage vom Golem, einem menschenähnlichen Wesen, das aus Lehm erschaffen wurde. Weitere bekannte Beispiele für künstliche Menschen, finden sich zum Beispiel im Faust II mit dem Homunculus oder in Mary Shelleys Roman "Frankenstein". Heute wird im Bereich der Humanoiden Robotik daran gearbeitet, dem Menschen einen künstlichen Helfer zur Seite zu stellen, der ungeliebte oder gefährliche Aufgaben übernehmen soll. Was früher nur als Science Fiction existierte wird heute Wirklichkeit. Die wenige kommerziell erhältlichen Humanoiden Roboter sind heute noch meist Spielzeug, doch in Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen gibt es bereits Prototypen, die über erstaunliche Fähigkeiten verfügen. Schon in 20 oder 30 Jahren könnten Humanoide Roboter unseren Alltag nachhaltig und auf vielfältige Weise beeinflussen. In Karlsruhe wird im Rahmen eines Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemein-schaft ein Humanoider Roboter entwickelt, der in Kooperation mit dem Menschen oder selbständig Aufgaben im Bereich des Haushaltes, vor allem in der Küche, übernehmen soll. Professor Albers ist Projektleiter für Hardwareentwicklung und Mitglied des Kollegiums des Sonderforschungsbereichs 588 "Humanoide Roboter". In seinem Vortrag wird er die Geschichte der Humanoiden Robotik von den frühen Anfängen bis zum aktuellen Stand der Technik in Karlsruhe und weltweit vorstellen. Dabei wird er mögli-che Einflüsse dieser Technologie auf unsere Gesellschaft und daraus resultierende Fragestellungen und Ambivalenzen aufzeigen.



Erstellt am: 11.02.2009 - Kommentare an: webmaster

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