Thorsten Galert
Vortrag auf der ersten Konferenz des Netzwerks TA: Technik in einer fragilen Welt. Die Rolle der Technikfolgenabschätzung, 24. - 26. November 2004, Berlin
Der rasante Erkenntnisgewinn innerhalb der Neurowissenschaften hat in den letzten Jahren die Entwicklung einer Reihe von neuen Therapieansätzen für neurologische Leiden ermöglicht. Beispielsweise versucht man die Parkinson-Erkrankung durch den Einsatz neuro-bionischer Implantate (Deep Brain Stimulation - Hirnschrittmacher) oder durch Transplantation fötalen Hirngewebes zu behandeln. Freilich sind solche Eingriffe am Gehirn nicht unumstritten. In der öffentlichen Debatte über derartige Maßnahmen wird häufig die Sorge geäußert, sie könnten die Persönlichkeit von Patienten so tiefgreifend verändern, dass deren personale Identität auf dem Spiel stehe. Bevor jedoch untersucht werden kann, ob diese Bedenken zu Recht bestehen, muss zunächst ein Einvernehmen darüber hergestellt werden, was genau unter einer Gefährdung der personalen Identität zu verstehen ist. Mit dem geplanten Vortrag soll ein Beitrag zu dieser begrifflichen Klärungsarbeit geleistet werden, auch wenn selbstredend keine erschöpfende Behandlung der mit dem Identitätsbegriff verbundenen Rätsel in Aussicht gestellt werden kann.
Unter anderem soll auf folgende Punkte eingegangen werden:
Dr. des. Thorsten Galert, M.A.
Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen
wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH
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E-Mail:
thorsten.galert@dlr.de
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