Technik als ein Element in Konstellationen analysieren und entwickeln: Das interdisziplinäre Brückenkonzept „Konstellationsanalyse“

Susanne Schön, Benjamin Nölting, Martin Meister

Vortrag auf der ersten Konferenz des „Netzwerks TA“: „Technik in einer fragilen Welt. Die Rolle der Technikfolgenabschätzung“, 24. - 26. November 2004, Berlin


Abstract

Eine wesentliche Ursache für die Fragilität der modernen Welt ist die neuartige Verkettung technischer und natürlicher Entwicklungen mit dem genuin Sozialen. Die Welt fällt jedoch nicht auseinander, sondern reorganisiert sich vielmehr permanent in neuartigen Konstellationen, in die technologische Entwicklungen eingebettet sind - und in denen sie auch beschrieben werden müssen. Doch es mangelt an Rezepten, sprich: Instrumenten und Verfahren, die eine entsprechende Analyse komplexer Konstellationen sowie die dafür notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen.

Die von uns entwickelte Konstellationsanalyse soll die Untersuchung des Zusammenwirkens heterogener Elemente in komplexen Konstellationen ermöglichen und als interdisziplinäres Brückenkonzept für die Technik-, Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung den beteiligten Wissenschaftsdisziplinen gemeinsame analytische und strategische Anknüpfungspunkte bieten.

Unser Beitrag gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil ist eine kurze Darstellung einiger Grundzüge der Konstellationsanalyse. Deren konzeptionelle Kernpunkte sind

  1. die Fokussierung auf die Relationen zwischen allen als relevant erkannten Faktoren,
  2. die gleichrangige Betrachtung heterogener Elemente,
  3. ein Erklärungsanspruch „mittlerer Reichweite“ und
  4. der Einsatz einer visuell gestützten Darstellungs- und Untersuchungsmethodik.

Die Durchführung erfolgt in aufeinander aufbauenden Schritten: Auf eine erste „Kartierung“ der relevanten Elemente und Relationen folgt ein „Zoom“ in besonders interessante Subkonstellationen. Auf dieser Basis lässt sich dann die Gesamtdynamik der Konstellation rekonstruieren und abschließend nach den Interventionsmöglichkeiten fragen.

In einem zweiten Schritt wollen wir die Vorteile der Konstellationsanalyse anhand dreier Forschungsprojekte mit unterschiedlichen Kernfragestellungen vorstellen:


Kontakt

Dr. Susanne Schön, Dr. Benjamin Nölting, Martin Meister
Technische Universität Berlin
Zentrum Technik und Gesellschaft
Hardenbergstraße 36A
10623 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 / 314 - 23665
Fax: +49 (0) 30 / 314 - 26917



Erstellt am: 12.10.2004 - Kommentare an: webmaster@itas.fzk.de

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