Die Kluft zwischen Wissen und Handeln. Politisch-administrative Hemmnisse und institutionelle Defizite bei der Realisierung von nachhaltigen Sanierungen im Bestand

Tobias Woll

Posterpräsentation auf der ersten Konferenz des „Netzwerks TA“: „Technik in einer fragilen Welt. Die Rolle der Technikfolgenabschätzung“, 24. - 26. November 2004, Berlin


Abstract

Im Rahmen der Postersession des TA-Nachwuchs-Meetings bei der Konferenz NTA1 in Berlin wird am 25.11.2004 das sozialwissenschaftliche Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Die Kluft zwischen Wissen und Handeln. Politisch-administrative Hemmnisse und institutionelle Defizite bei der Realisierung von nachhaltigen Sanierungen im Bestand“ vorgestellt.

Das Poster will über die Zielsetzung und die Forschungsfragen der Arbeit informieren. Ferner werden die Ergebnisse und Erkenntnisse vorgestellt, die sich aus der Bearbeitung von vier Einzelfallbeispielen ergeben haben.

In der Arbeit wird von der Feststellung ausgegangen, dass die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen im Handlungsfeld Bauen und Wohnen nicht nachhaltig sind. Über die negativen Trends herrscht in der gegenwärtigen Debatte ebenso Einigkeit, wie über die Notwendigkeit diesen entgegenzuwirken. Die Ziele und Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Bauen und Wohnen lassen sich in zahlreichen wissenschaftlichen Studien, politischen Absichtserklärungen und kommunalen Leitfäden nachlesen. Man weiß, wo der Weg hinführen soll und ist sich über die Ziele einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung weitestgehend einig. Dennoch lässt sich eine Kluft zwischen Wissen und Handeln ausmachen, die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Bauen, Wohnen und Siedlungsentwicklung weist Defizite auf.

Die Arbeit konzentriert sich auf Bestandssanierungen, zumal den Bemühungen um die Erneuerung und Sicherung von Altbauten und städtischen Altbauquartieren in der Diskussion um Nachhaltigkeit im Handlungsfeld Bauen und Wohnen eine besondere Bedeutung zukommt.

Ziel der Arbeit ist die Identifizierung von Hemmnissen und Defiziten bei der Realisierung von Sanierungen im Bestand. Zudem sollen in der Arbeit Faktoren benannt werden, die eine nachhaltige Entwicklung in diesem Bereich begünstigen. Zum Schluss sollen generalisierbare Einsichten über die Prozesse der Entscheidungsfindung sowie die Einstellungen, Motive und Verhaltensweisen der Entscheidungsträger erlangt werden. Um diese Ziele zu erreichen werden in der Arbeit je zwei Einzelfälle aus dem Bereich Sanierung von Altbaubeständen und Altbauquartieren in den Städten Köln und Ludwigshafen untersucht. Anhand der Fallstudien wird aufgezeigt unter welchen institutionellen, politischen und strukturellen Bedingungen die Sanierungsprojekte realisiert werden. Überdies soll die Bearbeitung der Einzelfälle zur Beantwortung der Forschungsfragen beitragen.


Kontakt

Tobias Woll
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, in der Helmholtz-Gemeinschaft
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel.: +49 (0) 721 / 608 - 26876
Fax: +49 (0) 721 / 608 - 26045
E-Mail: woll@itas.fzk.de
Internet: http://www.itas.fzk.de



Erstellt am: 21.10.2004 - Kommentare an: webmaster@itas.fzk.de

Bitte beachten Sie, dass diese Internetseite nicht weiter gepflegt wird. Für aktuelle Inhalte besuchen Sie bitte www.itas.kit.edu.