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Technology Assessment in der Weltgesellschaft
22. - 24. November 2006, Berlin, Neue Mälzerei des Umweltforums
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Christiane Quendt / Torsten Fleischer / Dr. Michael Rader
Abstract zum Vortrag
Donnerstag, 23. November 2006,
Sektion 2 Globale Politik, 14:50 Uhr
Unter den Oberbegriffen Converging Technologies oder NBIC Convergence werden seit einigen Jahren durch forschungspolitische Akteure in mehreren Ländern neue technische Entwicklungen, die aus dem Zusammenrücken von Nanotechnologie, Biotechnologie, Informationstechniken und Kognitionswissenschaften resultieren, sowie deren Realisierungsbedingungen und Folgen diskutiert. Eine erste Analyse zeigte, dass dabei von unterschiedlichen Vorstellungen und Begriffssystemen ausgegangen wird, die jeweils andere Schwerpunkte für die Entwicklung konvergierender Technologien setzen. Ungeachtet dieser begrifflichen Differenzen entfalteten Regierungen in der ganzen Welt eine Vielzahl von Aktivitäten, um Converging Technologies als Schlüsseltechnologie(n) der Zukunft zu etablieren.
Im Beitrag soll zum Einen der Frage nachgegangen werden, welchen Nachhall diese Aktivitäten bereits in der aktuellen Forschungspolitik gefunden haben, mit welchen Zielen sie verbunden bzw. welche Hoffnungen in sie gesetzt werden und welche konkreten Projekte bzw. Umsetzungen für die nächsten Jahre geplant sind. Zum Anderen soll skizziert werden, ob und in welchem Ausmaß bereits an diesem frühen Zeitpunkt der Entwicklung sozialwissenschaftliche Fragestellungen in die Überlegungen staatlicher Forschungsakteure einfließen.
Durch eine Analyse forschungspolitischer Programmatiken, konkreter Forschungsprogramme sowie der Ergebnisse von Foresight-Aktivitäten soll ein Bild der weltweiten Regierungsaktivitäten zu Converging Technologies gezeichnet werden. Neben einem Überblick über Forschungsvorhaben in Asien, Lateinamerika und Afrika wird vor allem detailliert auf die Entwicklung in Europa, den U.S.A., Kanada und Japan eingegangen.
Begleitet von Interviews mit Repräsentanten aus der Forschungsadministration und Diskussionen mit Experten im Rahmen eines Workshop stützt sich die Analyse vor allem auf die systematische Aufarbeitung von öffentlich zugänglichen Dokumenten als Ausdruck nationaler (bzw. im Fall der EU auch Nationen übergreifender) Forschungs- und Entwicklungspolitik. Ziel der Betrachtung ist es, den (forschungs)politischen Hintergrund der aktuellen Debatte zu NBIC Convergence zu beleuchten und zu überprüfen, ob aus den Visionen der Regierungen auch Programme und Forschungsprojekte hervorgehen, die auf die Verwirklichung dieser Visionen hinarbeiten.
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