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Technology Assessment in der Weltgesellschaft
22. - 24. November 2006, Berlin, Neue Mälzerei des Umweltforums
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Eckhard Störmer / Jochen Markard / Bernhard Truffer
Abstract zum Vortrag
Donnerstag, 23. November 2006,
Sektion 1 Globale Technik, 17:20 Uhr
Der Infrastruktursektor ist ein sehr träger Sektor mit z. T. äussert langen Nutzungsdauern der Investitionen und einer hohen sozio-technischen Prägung der Entwicklung durch die Dominanz ingenieurtechnischer Expertise bei prägenden Entscheidungsprozessen. Daneben spielt auch die Regulierung dieses häufig als öffentliche Unternehmen geführten Sektors zu Einschränkungen im Handlungsspielraum für die Implementierung von nicht-konventionellen Lösungen.
Dabei ist der Technologieeinsatz im Vergleich zu anderen Sektoren hochgradig regionalisiert und immobil. Eine Anpassung an kundenseitige Nachfrageänderungen ist im konventionellen System nur teuer zu erreichen: etwa bei höherer Nachfrage durch aufwändige Erweiterung der Anlagen oder bei Nachfragerückgang durch Unterauslastung.
Das vorgestellte Paper zeigt auf, wie sich innovative Umwelttechnologien mit ihrem Akteursfeld im spezifischen Bereich der Abwasserentsorgung in der Schweiz entwickelt haben. Die Autoren präsentieren ein Instrument um zukünftige Entwicklungstrends der Technologie sowie der Umfeldbedingungen und Handlungsmöglichkeiten abzuschätzen. Dies dient als Basis für den Einstieg in eine Strategie zur Umsteuerung der Abwasserwirtschaft zum nachhaltigen Infrastrukturdienstleister.
Umwelttechnologien haben durch eine geänderte Beschaffung der lokalen und regionalen Abwasserwirtschaft und durch die internationale Vernetzung in diesem Sektor einen global shift von nationalen zu heute internationalem Technologieeinsatz vollzogen. Während in der Hauptbauphase der Infrastruktur in den 1960 und 70er Jahren v.a. national vorhandene Technologien zum Einsatz kamen, stehen für die derzeit nötigen Erneuerungen dieser Anlagen internationale Umwelttechnologien in einer grossen Bandbreite zur Verfügung. Die Akteurskonstellationen aus Infrastrukturbesitzer (häufig die Kommune) und -betreiber (häufig öffentliches Unternehmen), Planungs- und Bauingenieuren sind heute je nach Professionalisierungsgrad und Engagement des Infrastrukturanbieters sehr unterschiedlich. Der Planungsingenieur ist i.d.R. ein wichtiger Intermediär bei der Lösungssuche.
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